„Ohne zuvor den Landtag damit befasst zu haben, oder sich von diesem eine Beauftragung eingeholt zu haben, verpflichtet die SVP das Land Süd-Tirol zu finanziellen Verbindlichkeiten in Millionenhöhe. Mit welchem Recht trifft die SVP im Alleingang finanzielle Zusagen an Rom, ohne diese vom Landtag genehmigen zu lassen?“, fragt Knoll. In Punkt drei des Abkommens verpflichtet die SVP Südtirol dazu, jedes Jahr einen Teil der Zinsen der italienischen Staatsschulden zu übernehmen.„Anstatt diesen Betrag jedoch vertraglich genau festzulegen, lässt sich die SVP in diesem Punkt auch noch über den Tisch ziehen und unterschreibt für Südtirol einen Blankoscheck“, so Knoll.Es werde zwar festgehalten, dass Südtirol jedes Jahr zahlen muss, die Höhe des Betrags werde jedoch erst nach Vertragsunterzeichnung festgelegt.Knoll kritisiert: „Kein Mensch würde in der Privatwirtschaft einen solchen Knebelvertrag unterzeichnen.“ Gerade die Beteiligung an den Zinsen der Staatsschulden sei ein äußerst riskantes Spiel.„Erst gestern wurde bekannt, dass die italienischen Staatsschulden einen neuen Höchststand erreicht haben“, so Knoll. Im November 2012 kletterte der Schuldenberg auf 2020,668 Mrd. Euro,„Dieses Abkommen der SVP mit dem PD und dem PATT mag zwar zur Erhaltung der eigene Macht dienen, gewiss ist es jedoch nicht im Interesse des Landes Südtirol“, betont Knoll.