Ein entsprechender „Bild“-Bericht wurde der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Dienstag in Berliner Koalitionskreisen bestätigt.Am Donnerstag trifft sich der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und FDP und will den Wahltermin festlegen. Vor einer Woche war bekanntgeworden, dass der Koalitionsausschuss am Donnerstag entscheiden will und sich dabei der 22. September als Wahltermin abzeichnet.Das Bundeskabinett will sein Votum im Februar abgeben. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundespräsidenten. Er legt den Wahltermin in Abstimmung mit der Bundesregierung fest.Seehofer verteidigt getrennte Wahltermine Bayern/BundBayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die Trennung von Bundes- und Landtagswahl im September gegen Kritik der Opposition verteidigt.In Bayern werde am 15. September der Landtag gewählt, mit einem Bundestagswahltermin eine Woche später am 22. September könne er „absolut“ leben, sagte Seehofer am Dienstag am Rande der Landtagssitzung in München.Den Termin als solchen bestätigte Seehofer nicht. Über die Festlegung hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet."Völlig unterschiedliche Wahlsysteme"Seehofer begründete die Trennung der zwei Wahltermine: „Es sind zwei völlig unterschiedliche Wahlsysteme.“Der Hintergrund: Bei der Bundestagswahl entscheidet allein die Zweitstimme über das Prozentergebnis einer Partei, in Bayern jedoch werden Erst- und Zweitstimmen zusammengezählt. Deswegen nutzen in Bayern die Erststimmen nicht gewählter Kandidaten der Partei – im Bundeswahlrecht fallen sie unter den Tisch.„Das unterscheidet Bayern von Hessen“, sagte Seehofer. Die hessische Regierung hat ihre Landtagswahl auf den Tag der Bundestagswahl gelegt. Seehofer nannte auch praktische Gründe: Wenn Bundestag und Landtag am gleichen Tag gewählt würden, könnte die Landtagswahl erst um Mitternacht oder noch später ausgezählt werden.„Das ist alles fehleranfällig“, sagte der CSU-Chef. „Sauber trennen.“dpa