„Die muttersprachliche deutsche Schule ist kein Experimentierfeld, sondern die zentrale Säule des Minderheitenschutzes in Südtirol“, erklärt der freiheitliche Parteiobmann Roland Stauder in Reaktion auf die jüngsten Aussagen von Schullandesrat Philipp Achammer. Achammer hatte gesagt, er könne sich Modelle vorstellen, die sich vom heutigen „Entweder-oder“ entfernen und Ansätze zweisprachiger Schulen erproben.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74747470_quote" /><BR /><BR />„Diese Aussagen sind höchst problematisch. Gerade ein Schullandesrat muss wissen, dass die muttersprachliche Schule der wichtigste Schatz einer Minderheit ist. Das Erlernen weiterer Sprachen ist wichtig und soll gefördert werden – aber niemals auf Kosten der deutschen Schule“, so Stauder in einer Aussendung.<BR /><BR />Der freiheitliche Vizeobmann Otto Mahlknecht erinnert daran, dass im Koalitionsprogramm „auf Drängen der Freiheitlichen hin klar festgeschrieben wurde“: „Die muttersprachliche deutsche Schule ist die zentrale Säule zum Schutz und zur Förderung der deutschen Minderheit gemäß Artikel 19 des Autonomiestatuts. Das Erlernen weiterer Sprachen soll in diesem Rahmen erfolgen, die Errichtung von bilingualen Klassen wird nicht angestrebt.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-74747471_quote" /><BR /><BR />„Wer Regierungsverantwortung trägt, hat sich an diese Vereinbarung zu halten“, so Mahlknecht in der Aussendung. „Wir fordern Landesrat Achammer auf, seine Aussagen zurückzunehmen und klarzustellen, dass es mit dieser Landesregierung keine Aufweichung der muttersprachlichen deutschen Schule geben wird“, betont Mahlknecht. „Mehrsprachigkeit ja – aber nicht durch die Hintertür einer bilingualen Schule.“