Dienstag, 18. August 2020

Köllensperger bleibt Team-K-Chef und Landtagsabgeordneter

Paul Köllensperger wird trotz der Corona-Bonus-Affäre weitermachen. Der Vorstand stellte sich ganz hinter ihn.

Am Dienstag fand beim Team K eine Krisensitzung statt. - Foto: © DLife/DF
Während es in der SVP Konsequenzen nach der Corona-Bonus-Affäre gab, bleibt beim Team K vorerst alles beim Alten.



Der Vorstand der größten Oppositionspartei im Landtag hat am Dienstagnachmittag über die weiteren Schritte diskutiert. Paul Köllensperger war wie einige weitere Parteimitglieder per Videokonferenz zugeschaltet. Der Gründer des Team K, der aufgrund seines Ansuchens um den 600-Euro-Corona-Bonus in die Kritik geraten war, nahm Stellung und entschuldigte sich bei seiner Partei.

Rücktritt als Fraktionssprecher?

Köllensperger habe auch seinen Rücktritt angeboten. An der Abstimmung selbst nahm er dann nicht teil. Hierbei gab es eine klare Entscheidung: Der Vorstand stellte sich hinter Köllensperger. Er wird sowohl als Team-K-Chef als auch als Landtagsabgeordneter weitermachen. Es steht jedoch im Raum, dass Köllensperger als Fraktionssprecher zurücktritt. Darüber soll am Montag diskutiert werden.

„Über die Qualität der politischen Arbeit und das Wirken eines Politikers entscheiden letztlich die Wählerinnen und Wähler. Aus diesem Grund fordert der Parteivorstand mehrheitlich Paul Köllensperger auf, seinem Wählerauftrag als Abgeordneter zum Südtiroler Landtag verpflichtet zu bleiben. Auch hat der Parteivorstand Paul Köllensperger einstimmig als Parteivorsitzenden bestätigt“, heißt es in einer offiziellen Presseaussendung des Team K.


„Paul Köllensperger hat einen schweren Fehler begangen, diesen ohne Rechtfertigungen eingestanden, umgehend korrigiert, das Geld zurücküberwiesen, und sich öffentlich in aller Form entschuldigt“, erklärt das Team K. Der Parteivorstand kritisierte in der Presseaussendung zudem „die persönlichen Verunglimpfungen seiner Person in den sozialen Medien“.

Beim Team K soll demnächst eine Mitgliederversammlung stattfinden. Hier soll gemeinsam mit der Basis über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Der Landtagsabgeordnete Josef Unterholzner hatte bereits am Vormittag seinen Austritt aus dem Team K erklärt.

stol

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