Präsident Juan Manuel Santos sprach am Donnerstag vom „härtesten Schlag der Geschichte“ gegen die linksgerichteten Rebellen. Die USA hatten für Informationen über Briceño eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar (3,8 Milliarden Euro) ausgesetzt.Der auch als „Mono Jojoy“ bekannte Rebell sei am frühen Morgen bei einem Gefecht getötet worden, sagte Generalstaatsanwalt Guillermo Mendoza im Rundfunk. Die Leiche sei von der kolumbianischen Armee geborgen worden. Medien berichteten unter Berufung auf Armeevertreter, der Stratege der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sei bei einem Militäreinsatz in der Region Meta im Landesinnern ums Leben gekommen. Dabei seien auch etwa 20 weitere Rebellen getötet worden.Präsident Santos feierte den Erfolg der Armee am Rande der UN-Vollversammlung. „Das Symbol des Terrors in Kolumbien ist gefallen“, sagte er in New York. Die kolumbianische Armee hatte ihre Bemühungen in den vergangenen Monaten intensiviert, Briceño zu fassen. Anfang März war ein Höhlenkomplex entdeckt wurden, in dem er sich nach Angaben eines Überläufers versteckt hielt.Eine Bestätigung des Todes von Mono Jojoy durch die größte Rebellengruppe des südamerikanischen Landes gab es zunächst nicht. Allerdings reagieren die Rebellen in solchen Fällen immer erst mit erheblicher Verzögerung.Die Armee hat die Rebellen in der vergangenen Jahren massiv zurückgedrängt. Die linksradikale FARC hat zudem mehrere ihrer Führungsfiguren verloren. So starb ihr Gründer Manuel Marulanda 2008. Im selben Jahr wurden zwei FARC-Kommandanten getötet.Die FARC war in den 60er Jahren als Bauernarmee gegründet worden. Zeitweilig kontrollierte sie große Teile des Landes und bekämpfte die Regierung mit Bombenanschlägen und Entführungen. Prominentestes Entführungsopfer der FARC war die Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt. Sie war bis zu ihrer Befreiung durch das Militär im Sommer 2008 sechseinhalb Jahre in der Gewalt der Guerilla-Organisation.apa/afp/reuters/dpa