Der rechtsgerichtete Staatschef kündigte den „Plan Patriota Siglo 21“ („Plan Patriot des 21. Jahrhunderts“) zur Modernisierung der kolumbianischen Sicherheitskräfte an. Vorgesehen sind unter anderem modernere Flugzeuge, Drohnen, Hubschrauber, Radarsysteme sowie Luft- und Cyberabwehr. Die USA sollen dabei unter anderem mit Ausrüstung, Ausbildung, Geheimdienstinformationen und finanzieller Hilfe unterstützen.<BR /><BR />Zudem sollen Drogenlabore, Schmuggelrouten, Geldwäsche und bewaffnete Drogenorganisationen stärker bekämpft werden. De la Espriella kündigte außerdem an, Koka-Anbauflächen wieder mit Chemikalien besprühen zu lassen - eine Praxis, die unter seinem linksgerichteten Vorgänger Gustavo Petro weitgehend eingestellt worden war. Kriminellen drohte der jetzige Präsident mit Gefängnisstrafen oder dem Tod: „Jeder Bandit, der sich nicht unterwirft, wird von uns entsprechend ausgeschaltet.“<h3> Annäherung beider Länder</h3>Die neue Sicherheitskooperation markiert eine Annäherung beider Länder nach einer Phase erheblicher Spannungen unter Präsident Petro. Kolumbien war lange einer der wichtigsten und engsten Partner der USA in Lateinamerika. Unter Petro kühlten die Beziehungen unter anderem wegen Streitigkeiten über den Umgang mit Drogenkriminalität, Schmuggel und Migranten ab. De la Espriella ist seit einem Monat im Amt, steht US-Präsident Donald Trump politisch nahe und will Kolumbien wieder zum wichtigsten Sicherheitspartner der USA in Südamerika machen.<BR /><BR />Rubio bezeichnete die Sicherheitszusammenarbeit beider Länder als zentral. „Ohne Sicherheit kann es keinen Wohlstand geben“, sagte der US-Außenminister. Die USA seien mit denselben Sicherheitsbedrohungen konfrontiert wie Kolumbien.