Folgerichtig müsste es nun definitiv zur neuen Verordnung kommen, um die Familien zu entlasten.<BR /><BR />Laut dieser sollten Kindergartengruppen und Grundschulklassen erst ab der 5. Infektion, Mittel- und Oberschulen erst ab 50 Prozent Infizierte in Quarantäne gehen: Dem Staat zufolge nur mehr 5 statt 10 Tage.<BR /><BR />Obwohl mit großer Spannung erwartet, sind die Ergebnisse des gestrigen Ministerrats dürftig. Weil die Auflage sonst heute abgelaufen wäre, hat Minister Speranza per Verordnung die Maskenpflicht im Freien bis 10. Februar verlängert. Ab 10. Februar soll man auch wieder in der Disco das Tanzbein schwingen. Über eine Lockerung der Quarantänen im Bildungsbereich soll erst am Mittwoch oder Donnerstag befunden werden.<BR /><BR />Allemal zeichnet sich in Rom kein großer Wurf ab. Die Forderung der Regionen, asymptomatisch Positive im Unterricht zu lassen, ist für Rom keine Option. Im Kindergarten soll alles bleiben wie es ist. Schulklassen sollen bei 3 Infektionen in Fernunterricht versetzt werden, was in Südtirol schon so ist. Neu ist lediglich, dass Fernunterricht nur mehr 5 statt 10 Tage dauern soll.<BR /><BR />Die SVP hat gestern deshalb in der Landtagsfraktion und im Präsidium die Marschroute abgesteckt. „Trotz gegenteiliger Ankündigung sind bis auf die Verkürzung der Quarantänezeit auf 5 Tage aus Rom keine großen Änderungen zu erwarten“, so Obmann und Bildungslandesrat Philipp Achammer. Das SVP-Präsidium habe sich somit dafür ausgesprochen, dass die Landesregierung ihren letzte Woche eingeschlagenen Weg zur Lockerung der Quarantänen in Schulen und Kindergärten „konsequent weitergehen“ soll, um Kinder, Familien, Personal und Wirtschaft zu entlasten. „Ich gehe davon aus, dass nun unsere Vereinbarung von Donnerstag gilt: Wenn Rom weiter geht als wir, übernehmen wir das. Wenn nicht, setzen wir die letzten Dienstag angekündigten Lockerungen um“, so Achammer.<BR /><BR />Konkret würde dies bedeuten, dass der Landeshauptmann seine Unterschrift unter eine neue Verordnung setzt, mit der Kindergartengruppen und Grundschulklassen erst ab der 5. Infektion in Quarantäne gehen. Bei bis zu 4 Infektionsfällen bleibt die Präsenz für jene, die geimpft, genesen sind oder am Screening mit Nasentests teilnehmen, aufrecht. In der Oberstufe (Mittel-, Berufs-, Oberschulen) bleibt der Präsenzunterricht für Genesene, Geimpfte und Teilnehmer am Screening aufrecht, bis 50 Prozent an positiven Schülern in der Klasse erreicht sind. Die Quarantäne dauert nur mehr 5 Tage.<BR /><BR />Dies alles hatte die Landesregierung bereits am Dienstag nach einer Sitzung ohne Landeshauptmann kommuniziert. Obwohl laut Stellvertreterin Waltraud Deeg „eindeutig“ mit Arno Kompatscher abgesprochen, bremste dieser aber – wie berichtet – am Donnerstag.