Es rumort wieder einmal. Kaum fällt in Südtirol das Wort Schule, steigt der Pegelstand der Emotionen schneller als die Talfer nach einem Gewitter. Alle reden durcheinander, jeder weiß es besser – und am Ende bleibt alles, wie es war. Nur schlechter. <BR /><BR />Dabei ist die Lage klar: Wenn in Südtirols Klassen einheimische Kinder und ihre Muttersprache zur Minderheit werden, ist das kein kultureller Reichtum, sondern ein pädagogischer Notfall. Dann braucht es keinen runden Tisch, sondern einen Kurswechsel. <BR /><BR /><embed id="dtext86-72669591_quote" /><BR /><BR />In Deutschland hat man diesen Punkt erkannt, in Südtirol ist entschlossenes Handeln noch dringender. Der Vorstoß von Stauder und Steger geht in die richtige Richtung. Die SVP-Pläne reichen von Spracherhebungen im Kindergarten bis zur Mitwirkungspflicht der Eltern. <BR /><BR />Wer ernsthaft Lösungen will, muss zugeben: An solchen Maßnahmen führt kein Weg vorbei. Alles andere ist Realitätsverweigerung und nationalistisches Getue – meist ausgerechnet von jenen, die selbst kaum drei fehlerfreie Sätze in der anderen Landessprache zustande bringen.<BR /><BR /> <a href="mailto:guenther.heidegger@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">guenther.heidegger@athesia.it</a>