Die Direkte Demokratie genießt einen guten Ruf. Mehr Mitbestimmung. Mehr Bürgernähe. Mehr Demokratie. Wer wollte da widersprechen? Kurzum: Die Idee klingt verlockend. <BR /><BR />Aber sie hat ihre Tücken. Und die dürften gestern auch Südtirols Landtagsabgeordnete erkannt und deshalb eine Reform der bestehenden Regelung von Volksabstimmungen abgelehnt haben. <BR /><BR /><embed id="dtext86-75143325_quote" /><BR /><BR />Natürlich sollen Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden können. Schließlich tragen wir alle die Folgen politischer Beschlüsse. Aber viele Fragen sind komplex. Hinter einem scheinbar einfachen Ja oder Nein stecken oft zahlreiche Details, Interessen und Folgen. <BR /><BR />Wer sich nicht intensiv damit beschäftigt, entscheidet nach Bauchgefühl. Das ist menschlich. Für weitreichende Entscheidungen aber nicht immer ideal. Auch Mehrheiten können irren. Emotionen, geschickte Kampagnen oder die Stimmung des Tages wirken oft stärker als nüchterne Fakten.<BR /><BR />Direkte Demokratie ist deshalb kein Allheilmittel. Denn nicht alles, was einfach klingt, ist es auch.<BR /><BR /> <a href="mailto:guenther.heidegger@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">guenther.heidegger@athesia.it</a><BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/tag/Kommentar" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Alle Kommentare und Analysen auf STOL finden Sie hier. </a></b>