Ausführlich diskutiert wurde zudem über ein neues Mautsystem (free flow) und eine Umweltmaut für die A22. Abgestimmt wird über die Anträge das nächste Mal.<BR /><BR />Um Auskünfte zum Stand der Dinge bei der A22-Konzession hatte der Trentiner Abgeordnete Walter Kaswalder (Patt Fassa) angefragt. Da der Staat der Konzessionsgeber sei, entscheide auch der Staat über das Verfahren, nicht die Region, erläuterte Kompatscher, der sich auch noch einmal in Sachen Inhouse-Modell äußerte. <BR /><BR />Dem letzten Modell, dem der Staat zugestimmt hätte, wäre eine Gesellschaft gewesen, in der nur der Staat letztendlich entscheide – so etwas wollte man nicht. Kompatscher warnte zudem vor politischen Eingriffen der Region, die indirekt Wettbewerberin sei, das wäre eine Wettbewerbsverzerrung laut Strafrecht. <BR /><BR />Er sei persönlich der Auffassung, dass die Brennerautobahn AG alle Voraussetzungen habe, den Wettbewerb zu gewinnen. „Aber wer auch immer letztlich die Ausschreibung gewinnt, muss zehn Milliarden Euro in das Territorium investieren“ so Kompatscher; insofern habe man bereits gewonnen. <BR /><BR />Zur A22 wurden auch zwei Anträge vorgelegt, die auf Vorschlag von Präsident Kompatscher zunächst abgeändert und dann in gemeinsamer Debatte behandelt wurden. Beim Begehrensantrag von Bernhard Zimmermann (Süd-Tiroler Freiheit) geht es um die Einführung eines zeitgemäßen Autobahn-Mautsystems (free flow) und den Rückbau der Mautstationen, beim Begehrensantrag von Francesca Parolari (PD) um gezielte Intervention beim Infrastruktur- und Verkehrsministerium zur Umsetzung des Verursacherprinzips („Wer verschmutzt, zahlt“) und zur Einführung der europäischen Umweltmaut auf der A22.