Was die Minderheit im Landtag von einem Landeshauptmann hält, der zugleich Obmann seiner Partei sein soll.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002629_image" /></div> <b>Sven Knoll</b> (STF) sagt: „Kompatscher ist für uns kein geeigneter Landeshauptmann. Wenn er jetzt auch seine Partei ruinieren will, bitte.“ Kompatscher habe die SVP gespalten. „Aus der Not heraus lässt man ihn machen, um 2027 ohne ihn neu zu starten“, so Knoll. „Grundsätzlich ist der Landeshauptmann für alle da. Er sollte seine Macht nicht für Parteiarbeit verwenden. Die Personalunion führt zwangsläufig zu Interessenskonflikten.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002605_image" /></div> <b>Brigitte Foppa</b> (Grüne): „Die SVP braucht eine Integrationsfigur, die politische Debatten pflegt. Dass Kompatscher das nicht kann, hat er bewiesen“, meint Foppa. Sie sei immer dafür, Macht auf mehrere Schultern zu verteilen. „Die Personalunion brächte aber Klarheit: Seit 10 Jahren versteckt sich Kompatscher hinter der Ausrede, dass er etwas anderes wolle als seine Partei. Das ginge dann nicht mehr.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002608_image" /></div> Laut <b>Maria Elisabeth Rieder</b> (Team K) muss „die SVP wissen, wer für sie der Richtige ist. Dass Kompatscher keine Führungspersönlichkeit ist, die zusammenhalten kann, hat er in den letzten Monaten bewiesen“, so Rieder. Mehr als um seine Partei gehe es Kompatscher wohl um sich selbst. „Er tritt die Flucht nach vorne an, damit man ihn nicht so leicht als Landeshauptmann entmachten kann. Kompatscher ist angeschlagen und muss die Reißleine ziehen: Die Personalunion ist ein Schachzug in eigener Sache.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002611_image" /></div> „Ich kenne die SVP und ich kenne Kompatscher: Er ist der Falsche für das Obmann-Amt“, sagt <b>Thomas Widmann</b>. Kompatscher habe einen „gewaltigen Drang nach Alleinherrschaft“, sei „kein Teamspieler“ und habe wesentlich zu den Gräben in der SVP beigetragen. „Jeder, der anders denkt und sich traut, das zu sagen, ist der Böse.“ Allemal zeuge Kompatschers Griff nach der Obmannschaft von fehlender Kohärenz: „Erst sollte nach 10 Jahren Schluss sein, dann doch nicht. Erst wollte er nie Obmann werden, jetzt doch wieder.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002614_image" /></div> Der parteilose <b>Andreas Leiter Reber</b> sagt: Ob Kompatscher der SVP gut tue, müsse sie selbst entscheiden. „Anders als Luis Durnwalder trat Kompatscher bisher aber nie besonders als Parteimensch in Erscheinung, der großen Wert auf Ortsobleute legt“, so Leiter Reber. Sollte das Ziel der Personalunion Geschlossenheit sein, so bleibe zu hoffen, dass diese besser gelingt, als in der Regierungsmehrheit, meint er.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002626_image" /></div> <b>Jürgen Wirth Anderlan </b>lässt Kompatschers Interesse am SVP-Chefposten kalt. „Was die SVP tut, ist uns total egal.“<BR /><BR />