Freitag, 12. Mai 2017

Kompatscher bei österreichischer Landeshauptleutekonferenz

In Alpbach informierte Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher am Freitag seine Amtskollegen über die Entwicklung der Südtirol-Autonomie und der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Landeshauptmann Arno Kompatscher im Kreis der österreichischen Landeshauptleute in Alpbach in Nordtirol. - Foto: Land Tirol/Sedlak
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Landeshauptmann Arno Kompatscher im Kreis der österreichischen Landeshauptleute in Alpbach in Nordtirol. - Foto: Land Tirol/Sedlak

"Gerade in Zeiten, in denen der europäische Einigungsprozess und das Überwinden der Nationalgrenzen in Frage gestellt werden, ist die Einladung an Südtirol, in Österreich an der Landeshauptleutekonferenz teilzunehmen, ein starkes Signal“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Auf Einladung des Nordtiroler Landeshauptmanns und derzeitigen Vorsitzenden der Konferenz, Günther Platter, war er am 11. und 12. Mai mit dabei, als die Landeshauptleute in Alpbach – vor dem Hintergrund der Regierungskrise in Wien - über die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes, die Aufgabenreform, die Stärkung des ländlichen Raumes sowie aktuelle Sicherheitsagenden diskutierten.

Es war eine Premiere für den Südtiroler Landeshauptmann, der seine österreichischen Amtskollegen über den Stand der Südtirol-Autonomie und deren Weiterentwicklung informierte. Er ging dabei auch auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ein. 

Europaregion nur mit „maximaler Autonomie“ Südtirols möglich

Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter betonte, dass die Europaregion nur dann funktioniere, wenn „wir eine maximale Autonomie in Südtirol haben". Er unterstrich die gute Zusammenarbeit in der Europaregion und führte die Bereiche Verkehr, Universität, Wissenschaft und Forschung als Beispiele an.

Angesichts des im Juni anstehenden Jubiläums zu 25 Jahren Streitbeilegung kommt der Teilnahme des Südtiroler Landeshauptmanns an der österreichischen LH-Konferenz zusätzliche Bedeutung zu. Die Streitbeilegung wurde in Alpbach als Meilenstein bezeichnet, „nicht nur für den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Versöhnung, vor allem aber die Grundvoraussetzung der heutigen exzellenten länderübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der gemeinsamen Europaregion Tirol“.

lpa

stol