Dienstag, 16. März 2021

Kompatscher fordert erneut Biontech/Pfizer-Extralieferung für Südtirol

Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die Forderung wiederholt, dass Südtirol bei der Aufteilung der Sonderlieferung des Biontech/Pfizer-Impfstoffes angemessen berücksichtigt wird, so wie es EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen für die Grenzregionen und jene mit Covid-Mutationen angekündigt hatte.

Kompatscher pochte erneut auf den Erhalt der Extra-Lieferung des Impfstoffs von Biontech-Pfizer.
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Kompatscher pochte erneut auf den Erhalt der Extra-Lieferung des Impfstoffs von Biontech-Pfizer. - Foto: © APA (AFP) / JEAN-FRANCOIS MONIER
Die gute Nachricht kam am vergangenen Mittwoch aus Brüssel. Demnach werden die Hersteller BioNtech/Pfizer 4 Millionen Dosen Corona-Impfstoff zusätzlich an die EU liefern.

Das Zusatzpaket wurde ausgehandelt, um gezielt Hotspots zu impfen und die Ausbreitung der gefürchteten Virus-Mutationen zu bremsen. „Durch die gezielte Nutzung dort, wo sie am meisten gebraucht werden, vor allem in den Grenzregionen, werden diese Dosen helfen, die Bewegungsfreiheit von Waren und Menschen zu sichern oder wiederherzustellen“, betonte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Explizit erwähnt wurde dabei auch Südtirol.

In Regionen wie Nizza und Moselle in Frankreich, dem Bundesland Tirol und für Italien eben Südtirol seien die Krankenhausaufenthalte in den letzten Wochen stark angestiegen sei. Dies habe angrenzende Mitgliedstaaten dazu gebracht, von der EU als zu streng kritisierte Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen einzuführen.

Auf Italien entfallen von den 4 Millionen Zusatzdosen 532.000. Würden diese wie sonst aufs ganze Staatsgebiet verteilt, bekäme Südtirol mit seinem Bevölkerungsanteil von 0,8 Prozent nur rund 5000 davon ab. Zumal es aber explizit um Grenzregionen geht, ist mit mehr zu rechnen.

In einem Telefongespräch mit Gesundheitsminister Roberto Speranza hat Landeshauptmann Arno Kompatscher in der vergangenen Woche umgehend „Anspruch“ angemeldet. „Wir haben auf jeden Fall eine doppelte Begründung: Grenzregion und Mutationen“, so Kompatscher.

Glücklicherweise sei die südafrikanische Mutation derzeit limitiert, wegen der englischen Mutation sei aber das Durchschnittsalter auf der Intensivstation so Kompatscher am heutigen Dienstag. Dabei wiederholte er die Forderung, dass Südtirol bei der Aufteilung der Sonderlieferung des Pfizer-Impfstoffes angemessen berücksichtigt wird.

Die Aussetzung des AstraZeneca-Impfstoffes sei ein Rückschlag, deshalb hoffe Kompatscher nun auf rasche Antworten in Bezug auf die Sonderlieferung von Biontech-Pfizer.

Am Montag traten neuen Corona-Regeln in Kraft, die bis nach Ostern gültig sind.



ansa/stol