Montag, 12. Dezember 2016

Kompatscher: Gentiloni ist korrekt

Die Leitung der Südtiroler Volkspartei hat am Montagnachmittag über die aktuelle politische Situation in Rom diskutiert.

Kennen sich: Paolo Gentiloni und Arno Kompatscher.
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Kennen sich: Paolo Gentiloni und Arno Kompatscher.

„Wir begrüßen das entschlossene Vorgehen von Staatspräsident Sergio Mattarella, um Italien schleunigst zu einer stabilen Regierung zurückzuführen“, betont SVP-Obmann Philipp Achammer in einer Presseaussendung. Italien könne sich kein politisches Chaos leisten. „Dem bisherigen Außenminister Paolo Gentiloni trauen wir es zu, die durch die Regierungskrise unterbrochene Amtszeit zu einem erfolgreichen Ende zu führen.“

Am vergangenen Samstag waren die SVP-Fraktionssprecher in Kammer und Senat Daniel Alfreider und Karl Zeller sowie Senator Hans Berger von Staatspräsident Sergio Mattarella zu Konsultationen geladen worden (STOL hat berichtet). Am Montag empfing Gentiloni eine SVP-Vertretung in Kammer und Senat (hier der Artikel dazu). „Wir haben gegenüber Gentiloni unsere konsequente Haltung als Südtiroler Volkspartei betont: Wir unterstützen jede Initiative, die Italien Stabilität verleiht und dabei gleichzeitig Verlässlichkeit in der Südtirol-Politik beweist“, sagt Achammer. Auf der Autonomie-Agenda stünden einige Punkte, die noch zum Abschluss geführt werden müssten. „Unter anderem einige noch offene Durchführungsbestimmungen, etwa im Bereich der Justiz.“

Gentiloni: Südtirol als Vorbild

Der bisherige Außenminister Paolo Gentiloni sei als korrekter Ansprechpartner bekannt, so Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Kammerabgeordnete Renate Gebhard. „Anlässlich des Festaktes zum 70. Jahrestag des Pariser Vertrags im September hat Gentiloni Südtirol als Vorbild der europäischen Integration bezeichnet und seine ausdrückliche Unterstützung für den Weg der Autonomie ausgesprochen“, meint SVP-Obmann Achammer.

stol