Dienstag, 17. November 2020

Hilfsmaßnahmen werden wieder eingeführt – Verordnung regelt Tests

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag stellte Landeshauptmann Arno Kompatscher die neuen Beschlüsse der Landesregierung vor. Im Fokus standen wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen sowie die flächendeckenden Tests am kommenden Wochenende.

„Südtirol braucht Klarheit aus Rom. Dann können wir schauen, was die Landesregierung noch zusätzlich leisten kann und muss“, so  Landeshauptmann Arno Kompatscher.
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„Südtirol braucht Klarheit aus Rom. Dann können wir schauen, was die Landesregierung noch zusätzlich leisten kann und muss“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. - Foto: © screenshot
Wie Landeshauptmann Kompatscher erklärte, habe sich die Landesregierung intensiv mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der 2. Corona-Welle und entsprechenden Hilfsmaßnahmen befasst. Um die Südtiroler Bevölkerung in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen, wurde der Beschluss gefasst, Hilfsmaßnahmen für Personen und Familien aus dem Frühjahr wieder einzuführen.

Dabei handelt es sich um Covid-Soforthilfe, Covid-Kindergeld und den Covid-Beitrag für Miete und Wohnnebenkosten. Bereits im Dezember soll mit den Ansuchen für die Beiträge gestartet werden können. Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB) Tony Tschenett zeigt sich erfreut über diesen Beschluss.


Was die Situation der Wirtschaftstreibenden angeht, wolle man zunächst abwarten, was in Rom beschlossen wird. „Südtirol braucht Klarheit, was durch staatliche Leistungen abgedeckt wird. Dann können wir schauen, was die Landesregierung noch zusätzlich leisten kann und muss“, so der Landeshauptmann.

„Nutzen wir die Chance, um Infektionsketten zu unterbrechen“

Im Bezug auf das geplante Massen-Screening am kommenden Wochenende soll noch am Dienstag eine entsprechende Verordnung unterzeichnet werden, die den genauen Ablauf der Tests und der Folgemaßnahmen regelt.

Kompatscher betonte: „Die Tests sind freiwillig, niemand wird dazu gezwungen. Es ergeht aber ein Appell an die Bevölkerung mitzumachen. So kann ein aktiver Schritt gesetzt werden, um die Zahlen deutlich zu drücken und Infektionsketten zu unterbrechen.“

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Die Tests erfolgen in Form eines Antigentests, der im Rahmen des Landes-Screening oder auch betriebsintern organisiert werden kann. Auch bei akkreditierten Ärzten oder Apotheken soll eine Testung möglich sein. STOL hatte berichtet.

„Wenn der Antigentest ein positives Ergebnis liefert, muss sich die getestete Person umgehend in Isolation begeben und wird vom Sanitätsbetrieb krank geschrieben. Treten in den nächsten 10 Tagen keine Symptome auf, wird die Quarantäne automatisch wieder aufgehoben. Entwickelt die positiv getestete Person Symptome, muss der Hausarzt kontaktiert werden, der einen PCR-Test verschreibt. Anschließend bleibt die Quarantäne bis zu einem negativen Testergebnis oder für mindestens für 21 Tage aufrecht“, so Kompatscher abschließend.

pho

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