<b>Herr Landeshauptmann, die Opposition hat Sie so richtig abgewatscht. Kritik oder mehr?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Arno Kompatscher: Da war sehr viel Emotion dabei. Negativ war dieses Teilen in Gut und Böse und der Anspruch nehmen, „wir sind die Guten“. Genau das findet leider auch in der Gesellschaft statt und wir sollten das nicht auch noch im Landtag zelebrieren. Das macht jeden Dialog unmöglich. Ich bin aber jedenfalls dazu bereit, wieder sachlich zu reden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-63011793_quote" /><BR /><BR /><b>Wie sehr schmerzen Sie diese Angriffe auf Ihre Person?</b><BR />Kompatscher: Ich habe den Ruf, eine Mimose und extrem zimperlich zu sein. Angesichts der letzten Jahre verstehe ich nicht, wie ich mir diesen Ruf weiter verdient habe. Ich sitze noch immer da und reagiere recht cool darauf. Ok, heute war es schon teilweise hart. Aber die haben sich aus meiner Sicht eher selber geschadet. Ich finde das nicht professionell. Man könnte seinen persönlichen Zorn auch etwas zähmen und sachlicher zum Ausdruck bringen.<BR /><BR /><b>Vom Emotionalen zum Sachlichen: Wie geht's jetzt konkret weiter?</b><BR />Kompatscher: Ich habe ein klares Bild für die Landesregierung mit Namen und Zuständigkeiten im Kopf, das ich mit Obmann Philipp Achammer auch bereits besprochen habe. Nun geht's darum, mit den Betroffenen zu reden und diesen Vorschlag am Montag gemeinsam dem Parteiausschuss vorzulegen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-63011794_quote" /><BR /><BR /><b>Ist der innerparteiliche Friede wieder hergestellt?</b><BR />Kompatscher: Es werden nie alle zufrieden sein. Schon allein durch die verschiedenen Interessensgruppen, Bezirke usw. in der SVP würden, scherzhaft gesagt, 14 Landesräte herauskommen – bei 13 Mandaten. Jemand wird immer enttäuscht sein. Aber es gibt genug zu tun für alle.