Dienstag, 07. März 2017

Kompatscher in Nepal: Zusammenarbeit ist nachhaltig

Südtirols Landeshauptmann ist am Freitag zu einer Reise nach Indien und Nepal aufgebrochen. Vor Ort will er sich über Südtirols Entwicklungszusammenarbeit mit beiden Ländern einen Blick verschaffen.

Mit Südtiroler Hilfe wird der Zivilschutz in Nepal aufgebaut, für LH Kompatscher eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. - Foto: LPA/Dominik Holzer
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Mit Südtiroler Hilfe wird der Zivilschutz in Nepal aufgebaut, für LH Kompatscher eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit. - Foto: LPA/Dominik Holzer

„Wir können stolz darauf sein, was sich im Bereich Zivilschutz dank Hilfe aus Südtirol in diesem Land entwickelt hat. Und dass es sich gerade in diesem Bereich um eine nachhaltige Kooperation handelt, hat - wenn auch schmerzhaft - das jüngste Erdbeben gezeigt", betonte Landeshauptmann. 

Der Aufbau des Zivilschutznetzes in Nepal war und ist ein Schwerpunktprojekt in der Entwicklungszusammenarbeit des Landes und stand daher im Mittelpunkt des dreitägigen Aufenthalts von Landeshauptmann Kompatscher im Himalaya-Staat.

Zahlreiche Projekte besucht

Südtirols Landeshauptmann besuchte die Baustelle des vom Land Südtirol mitfinanzierten Zivilschutzzentrums, traf mit dem Bürgermeister von Kathmandu, den von Südtirol mitausgebildeten Feuerwehrleuten sowie Bergrettern und Bergrettungsärzten zusammen.

"Das Land Südtirol steht beim Aufbau des Zivilschutznetzes in Nepal sozusagen Pate. Es hat Geldmittel, Fahrzeuge und Gerätschaften, aber vor allem auch Know-how beigesteuert.“

In Nepal unterstützt das Land derzeit zudem ein Trinkwasserprojekt und die Schaffung von Klassenräumen im erdbebengeschädigten, zentralnepalesischen Tipchock, ebenso die Instandsetzung eines Krankenhauses in Dhulikhel. Die Trinkwasserversorgung von Sanga, die Errichtung einer Bettenstation beim Hilary-Krankenhaus in Kunde, drei Wiederaufbauprojekte nach dem Erdbeben sowie der Bau eines Waisenhauses in Kumbeshwar wurden ebenfalls vom Land Südtirol mitfinanziert.

Landeshauptmann Kompatscher beim Besuch einer wieder aufgebauten Schule in Bhumimata - Foto: LPA/Domink Holzer.

Seit 20 Jahren Partnerländer

"Südtirol und Nepal sind seit mehr als 20 Jahren Partnerländer. Dabei spielen die Kontakte der Südtiroler Bevölkerung und der Südtiroler Vereinigungen zu dem Land eine tragende Rolle", fasste der Landeshauptmann zusammen. In diesen Jahren hat das Land Nepal bei über 40 Projekte mit über 1,2 Millionen Euro unterstützt, wobei die Hilfe zur Selbsthilfe und die nachhaltige Entwicklung wichtige Richtlinien waren.

Während seines Aufenthaltes in Nepal wurde Landeshauptmann Kompatscher von Extrembergsteiger und Nepalkenner Reinhold Messner begleitet, mit dem er unter anderem das Erdbebengebiet besuchte und das vom Land Südtirol und der Stiftung Reinhold Messner unterstützte Krankenhaus in Kunde besichtigte.

Kompatscher trifft Tourismusminister

Zum Abschluss seines Nepal-Aufenthalts traf Landeshauptmann Kompatscher mit dem nepalesischen Tourismusminister Jiwan Bahadur Shahi zusammen, mit dem er über Tourismus, Bergsteigen und Kultur sprach.

Der Minister unterstrich, wie schwierig es sei, die notwendigen Verkehrsinfrastrukturen in den ländlichen Berggebieten zu garantieren. "It is nice to see, but hard to live", brachte es der Minister auf den Punkt.

Im Rahmen seiner Dienstreise zur Prüfung der Südtiroler Entwicklungszusammenarbeitsprojekte hat Landeshauptmann Arno Kompatscher mittlerweile seinen dreitägigen Besuch in Nepal abgeschlossen und ist nach Zentralindien weitergereist.

lpa/stol

stol