Freitag, 22. Mai 2015

Kompatscher: "Kriegseintritt kein Grund zum Feiern"

"Der Beginn eines Krieges ist kein Anlass, um zu feiern." Mit diesen Worten hat Landeshauptmann Arno Kompatscher in der Diskussion um den Fahnenerlass offiziell Stellung bezogen.

Gegen eine Tricolore-Beflaggung spricht sich der Landeshauptmann aus.
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Gegen eine Tricolore-Beflaggung spricht sich der Landeshauptmann aus.

Bekanntlich hatte die Regierung in Rom zum Hissen der italienischen Fahne am Sonntag, 24. Mai, im Zusammenhang mit dem Kriegseintritt Italiens vor hundert Jahren aufgerufen (STOL hat berichtet).

"Der Beginn eines Krieges ist kein Anlass, um zu feiern. Aus diesem Grund scheint es mir unangebracht, am kommenden Sonntag Fahnen zu hissen", so der Landeshauptmann, der bekräftigt, dass an den Gebäuden, die unter seine Zuständigkeit fallen, keine Fahnen gehisst werden. 

Südtirol hält am Tricolore-Streik fest (STOL hat berichtet).

"Die Sachlage wäre eine andere, wenn wir dazu aufgefordert worden wären, mit Fahnen auf Halbmast der Toten und des Leids zu gedenken, die der Erste Weltkrieg in Europa und darüber hinaus verursacht hat", so Landeshauptmann Kompatscher.

"Sehr wohl werde ich hingegen am Sonntag eine Trauerminute in Erinnerung an alle Kriegsopfer einlegen. Damit soll des Leids und der Zerstörung gedacht werden, die Kriege mit sich bringen.

Gleichzeitig soll diese Gedenkminute mit dem Vorsatz einhergehen, sich für die Erhaltung des Friedens einzusetzen und dafür, dass sich solche Kriegsereignisse nicht wiederholen", so Landeshauptmann Kompatscher.

stol

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