Kompatscher sagte, er gehe davon aus, dass in Italien und in vielen Ländern Europas bestimmte Maßnahmen nicht mehr verfügt würden, weil man neue Erkenntnisse habe. <BR /><BR />Einige Maßnahmen seien insgesamt nicht sinnvoll gewesen, sondern hätten zu einem Gefühl der Verunsicherung und der Angst geführt. „Beispielsweise die lauten Durchsagen aus vorbeifahrenden Autos, die etwa in der Gemeinde Bozen eine Zeit lang gemacht wurden, oder auch das Abzäunen der Kinderspielplätze, das – wie andere Maßnahmen – dazu geführt hat, dass wichtige psychologische und körperliche Aspekte in den Hintergrund rückten, weil sich alles so stark auf die Gesundheit konzentriert hat“, berichtete Ausschussvorsitzende Brigitte Foppa.<BR /><BR />Der Landeshauptmann habe weiters zu einigen besonderen Aspekten Stellung genommen, darunter zum Testen. „Dabei sagte er wörtlich: „Unsere Effizienz ist uns auch zum Verhängnis geworden„“, hob Foppa hervor und ergänzte: „Das heißt also, dass dieses starke Konzentrieren auf das Testen – von dem man inzwischen weiß, dass es am Ende den Sinn nicht erfüllt hat – dazu geführt hat, dass Südtirol im Ampelsystem zur roten Zone wurde. Das hat dann insgesamt die Situation mehr verschärft, als es wahrscheinlich notwendig war.“<BR /><BR />Auch was die Suspendierungen des Sanitätspersonals betrifft, so räumte der Landeshauptmann ein, „dass man zu diesem Thema hätte bessere Wege finden sollen“, informierte Foppa.<h3> Schuler: Zu wenig abgestimmt auf europäischer Ebene</h3>Arnold Schuler, damals Zivilschutz-Landesrat, erklärte, dass es sicher ein Fehler gewesen sei, sich auf europäischer Ebene zu wenig abgestimmt zu haben. Nach der Zuständigkeit für die Beschaffung – auch im Hinblick auf das Stichwort Oberalp – gefragt, habe Schuler daran erinnert, dass der Zivilschutz lokal für die Beschaffung nicht zuständig gewesen sei, dies sei staatliche Zuständigkeit gewesen; für die zusätzlichen Notwendigkeiten über die staatlichen Lieferungen hinaus habe man sich in der Landesregierung darauf geeinigt, die Aufgabe dem Sanitätsbetrieb zu überantworten. <BR /><BR />Angehört wurden auch Ortspolizei-Chef Christian Carli und der damalige Gemeindenchef Andreas Schatzer.