Dienstag, 21. April 2015

Kompatscher: "Nicht aus Verantwortung stehlen"

"Südtirol wird sich angesichts der Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern weitere Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit setzen", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag nach der Sitzung der Landesregierung.

Landeshauptmann Arno Kompatscher - Archivbild
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Landeshauptmann Arno Kompatscher - Archivbild - Foto: © D

"Derzeit beherbergt Südtirol etwa 420 Flüchtlinge", informierte Kompatscher.

Angesichts der erneuten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer sei Südtirol jedoch dazu verpflichtet, weitere Menschen aufzunehmen und im Sinne der Solidarität und der Menschenwürde eine Hilfestellung zu geben.

Die Aufteilung der Flüchtlinge durch den Staat erfolgt dabei grundsätzlich nach dem Bevölkerungsschlüssel, wobei Südtirol 0,9 Prozent der staatlichen Bevölkerung stellt und den entsprechenden Anteil der von Italien aufgenommenen Flüchtlinge zugewiesen bekommt.

In Südtirol sind derzeit vier Einrichtungen aktiv: drei in Bozen (Gorio-Kaserne am Bozner Boden, Schwefelbad und das Arbeiterwohnheim in Haslach) und eine in Meran (Arnika-Gebäude).

Eine weitere Aufnahmeeinrichtung ist für Wiesen geplant, wobei mehrere Kriterien für die Auswahl dieses Standortes ausschlaggebend waren: Die Immobilie muss möglichst in Landesbesitz oder öffentlichem Besitz sein, an einem gut angebundenen Standort liegen, in möglichst guten Zustand sein und keine größere Anpassungsarbeiten erfordern und eine bestimmte Größe haben.

stol

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