Mittwoch, 05. Januar 2022

Kompatscher spricht sich für Impfpflicht aus

Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht sich angesichts der auch in Italien immer stärker geführten Debatte für eine allgemeine Impfpflicht aus.

Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus.
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Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht sich für eine allgemeine Impfpflicht aus. - Foto: © APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER
„Ich befürworte das“, sagte Kompatscher im APA-Interview. Dies habe er am Dienstag auch bei einer Online-Regionenkonferenz deponiert ( STOL hat berichtet). Aber es würden natürlich im Falle einer solchen Impfpflicht „alle Begleitsicherungen, die es in einem Rechtsstaat gibt, gelten“, betonte Kompatscher.

Der Landeshauptmann spielte dabei etwa auf Personen an, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Eine solche Impfpflicht sei „immer die Ultima Ratio“, aber: „Wenn es notwendig ist, die allgemeine Gesundheit zu schützen, ist auch das eine Form, wie der Staat den Schutz umsetzen kann. Die Impfung ist der Weg aus der Pandemie. In der öffentlichen Debatte wird ja beinahe so getan, als ob der Staat jemanden mit der Impfung vergiften wolle“, merkte Kompatscher an.

Derzeit wird in Rom die Ausdehnung des sogenannten „Super Green Pass“, also der 2G-Regel, auf die Arbeitswelt diskutiert. Die Regionen, also auch Südtirol, hätten sich dafür ausgesprochen. Er trete jetzt einmal in einem nächsten Schritt dafür ein, die Impfpflicht auf Personen mit Kundenkontakt auszudehnen. Zudem könne er sich auch - wenn es notwendig sei - eine Impfpflicht für Personen mit einem hohen Risiko für eine Hospitalisierung vorstellen, unterstrich Kompatscher.

apa/stol