Dienstag, 19. Dezember 2017

Kompatscher: „Wir sind Brücke zwischen Nord- und Südeuropa“

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher klagt über „übertriebenen Alarm“ in Zusammenhang mit der Entscheidung von ÖVP und FPÖ, die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler ins Regierungsprogramm aufzunehmen.

„Niemand stellt das Autonomiestatut infrage“, so der Landeshauptmann.
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„Niemand stellt das Autonomiestatut infrage“, so der Landeshauptmann. - Foto: © LPA

„Dieser Medienrummel ist übertrieben“, so Kompatscher im Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur ADNKronos. Seit Sonntag berichten abgesehen von regionalen, auch nationale und internationale Medien über die im österreichischen Koalitionsabkommen vorgesehene Verleihung der Staatsbürgerschaft für deutsch- und ladinischsprachige Südtiroler.

Kompatscher: „Niemand stellt das Autonomiestatut infrage“

Das Vorhaben der österreichischen Regierung, Südtirolern einen Doppelpass zu gewähren, müsse im europäischen Geist diskutiert werden, unterstreicht Kompatscher. „Niemand stellt das Autonomiestatut infrage“, so der Landeshauptmann. „Wir sind die Brücke zwischen Nord- und Südeuropa. Mit dem Autonomiestatut haben wir eine Lösung gefunden, die heute ein Beispiel für das Zusammenleben ethnischer Gruppen ist“, sagte Kompatscher.

Rossi: „Doppelpass eine „private Angelegenheit“

Für den Trentiner Landeshauptmann, Ugo Rossi, ist der Doppelpass eine „private Angelegenheit“, die mit der Zugehörigkeit jeder einzelner Person zusammenhängt. „Ich hoffe, dass die Frage des Doppelpasses nicht zu einer ethnischen Zählung der Sprachgruppen führt, was wir in diesem Moment, weder in Trentino, noch in Südtirol und auch nicht in Tirol und Österreich brauchen“, so Rossi.

 

apa/stol

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