<b>Von Stephan Kaußen</b><BR /><BR />In dieser Woche gab es mindestens 3 Beweise in der internationalen Nachrichtenwelt für die Notwendigkeit, sich zumindest intensiver mit den neuen Normalitäten auseinanderzusetzen. <BR /><BR />Ich fange mal oben an. Ganz oben. Nämlich im Weltraum. Wussten Sie, dass jeder Bürger in Deutschland, Südtirol und sonst wo in Europa jeden Tag mit locker 20 Satelliten in Kontakt steht? Also mehrheitlich unbewusst natürlich. Das kann ganz freiwillig mit TV oder Handy zusammenhängen, vielleicht auch mit dem GPS im Navy des Autos. So weit so nachvollziehbar. Und ja auch ein selbstgewähltes Schicksal. Man müsste ja nichts von alledem nutzen...<BR /><BR /> Anders liegt der Fall bei zahlreichen alltäglichen Grundversorgungen in modernen Gesellschaften, die wir selbst eben nicht mehr beeinflussen können - durch bewusste Entscheidungen. Die aber eben unsere Leben über die Funktionalität von Satelliten konkret ermöglichen, optimieren, aber auch abhängig machen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1006904_image" /></div> <BR /><BR />Was ist, wenn sich globale Auseinandersetzungen stärker als bisher auch konfrontativ, ja militärisch ins All verlagern? Wo ohnehin immer mehr Weltraumschrott rumdüst, also neben all den noch funktionstüchtigen, zumeist ja zivilen Einheiten?<BR /><BR />Zur Erinnerung: Vor rund 100 Jahren ging der Mensch mit damals auch hoch-modernen Fluggeräten erstmals dauerhaft in die Luft. Zivil und militärisch. Heute ist das Orbit next level. Und so wie Flugzeuge entweder Menschen, aber eben auch Bomben oder danach Hilfsgüter befördern und bringen können, so mag das alsbald auch ganz oben der (Normal)Fall sein. Was, wenn da wer auch immer dazwischen funkt oder gar querschießt? Die Streuwirkung könnte fatal sein.<h3> Schutzmaßnahmen</h3>Gleiches gilt auf dem alsbald ebenso alltäglichen Feld der KI. Und das auf Erden. Zur Künstlichen Intelligenz hat das Europäische Parlament am Mittwoch erste gesetzliche Rahmen gesteckt. Anything goes? Also alles erlaubt, was technisch machbar ist? Nein, besser wohl nicht. Fazit des Parlaments: Je kritischer die Anwendungsfelder von KI, desto größer die Notwendigkeit zur Regulierung.<BR /><BR />Das sieht zumindest die Mehrheit in Europa so. Aber auch in China oder den USA? Wohl eher nicht...<BR /><BR />Apropos USA und China: Die amerikanische Politik hat ebenfalls Mittwoch erste Einschränkungen beschlossen. Und zwar für bzw. gegen Tik Tok. Die HandyApp gehört den Chinesen, noch. Und das wollen die USA für ihr Territorium ändern, weil die Plattform so viele User und damit potentielle Opfer im eigenen Land hat. Wer will sich schon vom großen Konkurrenten der globalen Wirtschaft und Politik ins Handy schauen lassen?!<BR /><BR />Und spätestens jetzt ist wohl klar, warum ich mir (auch) Sorgen mache. Spionage, Einflussnahme, Angriffsflächen. Obwohl ich ja gar nicht in den USA wohne. Und obwohl ich Tik Tok gar nicht benutze. Und erst recht keine innige Verbindung mit China, Russland oder zum Weltall habe. Und ich glaube, mit alledem viel mit Ihnen, liebe Leser, gemeinsam zu haben...