„Bei einem Treffen Anfang Februar zwischen dem Land und der Gemeinde Bozen, bei dem Landeshauptmann Arno Kompatscher, Bürgermeister Claudio Corrarati, ich und Stadträtin Johanna Johanna Ramoser dabei waren, hat Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider erklärt, dass die ursprüngliche Trassenvariante zwischen dem Bozner Boden und dem Bereich Schloss Runkelstein problematisch ist“, erklärte Stephan Konder gestern.<BR /><BR /><BR />Am Montagabend habe der Mobilitätslandesrat die Trassenvarianten des Hörtenbergtunnels, die in den vergangenen eineinhalb Jahren eingehend technisch analysiert worden seien, dem Koordinierungsausschuss der SVP Bozen vorgestellt. <BR /><BR /><BR />„Dabei hat Alfreider erklärt, dass diese Ursprungsvariante wegen des Grundwassers im Bereich der Großmarkthalle und auch wegen der Häuser dort laut den Technikern so nicht machbar ist. Das haben wir bei der Sitzung zur Kenntnis genommen“, sagte der Vizebürgermeister. Alternative Zufahrten zum Hörtenbergtunnel in Richtung der Staatsstraße 12 seien laut den technischen Studien im Bereich des Unternehmens Mila und etwas weiter nördlich in Richtung Autobahnzufahrt Bozen Nord möglich. Derzeit werden für die vorliegenden Trassenvarianten im Auftrag von Landesrat Alfreider die Verkehrsflüsse im Detail analysiert. <BR />„Ob eine solche Trassenzufahrt im Bereich der Mila, die nicht nahe am Stadtzentrum liegen würde, sinnvoll ist, wird derzeit überprüft“, so Konder. Die Verlegung der Trassen in Richtung Osten sei verkehrstechnisch aber sicherlich weniger ideal als die Ursprungsvariante. <BR /><h3> „Trasse bis zum Zusammenfluss mit dem Eisack prüfen“</h3><BR />„Deshalb habe ich, wie schon beim Treffen mit dem Land Anfang Februar, am Montagabend bei der Sitzung des SVP-Koordinierungsausschusses einen alternativen Vorschlag eingebracht, dessen Machbarkeit technisch überprüft werden muss. Dabei geht es um eine Trasse unter der Talfer bis zum Zusammenfluss mit dem Eisack am Virgl. Der Vorschlag wurde schon vor zehn bis fünfzehn Jahren lange diskutiert, dann aber für die Hörtenbergtunnelvariante fallen gelassen, die am Bozner Boden endet, aber nicht umsetzbar ist, wie Alfreider betont hat“, betonte Konder gestern.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1274409_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Teil des damaligen Vorschlags für eine Talfer-Trassenvariante, um den Verkehr von und ins Sarntal von der Stadt fernzuhalten, waren auch eine oder zwei Zufahrten im Bereich der Talferbrücke“, so Konder. „Mit einer aktuellen technischen Analyse dieser Trassenführung hätte man alle Informationen, um eine endgültige Entscheidung treffen zu können. Wenn man schon so viel Zeit in den Hörtenbergtunnel investiert hat, sollte man auch diese Variante analysieren, um ein Gesamtbild zu haben“, unterstrich der Vizebürgermeister. <BR /><BR /><BR />Das erleichtere eine Entscheidung, da es um Kosten von bis zu 200 Millionen Euro und damit um sehr viel Geld gehe und um eine Verkehrslösung zu haben, die langfristig sinnhaft sei. <BR />„Ich habe deshalb bei Alfreider, mit Rückendeckung des Koordinierungsausschusses der SVP, angefordert, auch diese mögliche Trasse technisch zu analysieren. Der Landesrat hat uns versichert, dass diese zusätzliche Analyse noch gemacht wird“, sagte Konder. <BR /><BR /><BR />Ob Grundwasser auch im Bereich des Flussbettes der Talfer ein Problem sei, müsse von den Experten überprüft werden. „Sicher ist, dass der Bereich Bozner Boden deutlich tiefer liegt als die Altstadt. Ein Vorteil einer Untertunnelung der Talfer wäre, dass es auf der Strecke keine Häuser gibt. Man müsste unter dem Fluss bauen, aber das wurde in anderen Städten auch schon gemacht. Ob das möglich ist, muss geprüft werden. 1.</TD><TD>„Das gilt auch für einen Verkehrsanschluss am Ende der Trasse im Bereich des Zusammenflusses mit dem Eisack“, erklärte Vizebürgermeister Konder, der auch neue Details zu seinem Vorschlag einer „Autobahnauffahrt Bozen Zentrum“ bekanntgab.<BR /><h3> „Autobahneinfahrt ,Bozen Zentrum' würde laut A22 funktionieren“</h3><BR />„Die Brennerautobahn hat mittlerweile eine Analyse zu einer solchen Auffahrt im Bereich der Kampiller Brücke gemacht und sie sowohl der Spitze des Landes als auch der Gemeinde Bozen vorgelegt. Das Ergebnis: Die Auffahrt würde funktionieren und ist aus verkehrstechnischer Sicht sinnvoll“, unterstrich Konder. „Das Problem ist, dass dieses Projekt von der Brennerautobahngesellschaft finanziert werden muss. Aber solange die A22-Konzession nicht verlängert wird, kann das Projekt nicht starten. Das bedeutet, dass die Auffahrt nicht so schnell umgesetzt werden kann, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ <BR /><BR /><BR />Dabei sei eine solche neue Autobahnauffahrt in Richtung Süden und Norden für einen Hörtenbergtunnel strategisch, da damit die Zufahrt zur Brennerautobahn unweit des Zentrums möglich sei. „Ohne ,Autobahnauffahrt Bozen Zentrum' müsste der Verkehr über die Eisackuferstraße in Richtung Süden geführt werden“, betonte Konder.