Sonntag, 02. Februar 2020

Konflikt zwischen Israel und Palästinensern heizt sich auf

Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen heizt sich weiter auf. Nach weiteren Angriffen mit Geschossen und Sprengstoff-Ballons aus dem Palästinensergebiet beschossen israelische Kampfjets mehrere Ziele im Norden des Küstenstreifens, wie das Militär in der Nacht auf Sonntag mitteilte. Es habe sich um „Terrorziele“ der im Gazastreifen herrschenden Hamas gehandelt.

Die Attacken dauern bereits seit Tagen an.
Die Attacken dauern bereits seit Tagen an. - Foto: © APA (AFP) / ABBAS MOMANI

Am Samstagabend hatten militante Palästinenser ein Geschoß auf Israel abgefeuert, während Ex-Militärchef Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß das Grenzgebiet besuchte.

Die Lage verschärft sich damit nur einen Monat vor der nächsten Parlamentswahl in Israel. Das israelische Fernsehen berichtete am Sonntag, Israels Armee richte sich auf eine mögliche größere Eskalation ein.

Blockade des Gazastreifens verschärft

Die Attacken aus dem Gazastreifen und Israels Gegenangriffe dauern bereits seit Tagen an. Israel habe als Reaktion die Einfuhr von Zement in den Küstenstreifen gestoppt sowie die Einreisegenehmigungen für 500 Geschäftsleute aus dem Gazastreifen bis auf Weiteres ausgesetzt, berichteten israelische Medien.

US-Teilungsplan sorgt für Unmut

Am Dienstagnachmittag hat US-Präsident Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem israelischen Ministerpräsident Netanjahu seinen Plan für die Beilegung des scheinbar ewigen Streites zwischen Palästinensern und Israelis vorgestellt.

Das 80-seitige Dokument sieht die Aufteilung des Landes mit Ostjerusalem als Hauptstadt des Palästinenserstaates vor. Der Plan, den Trump selbst als „win-win“-Gelegenheit beschrieb, wurde bereits von der Arabischen Liga abgelehnt – auch die Palästinenser um Präsident Abbas wiesen die Vorschläge aus den USA zurück; die Palästinenser waren nicht an der Ausarbeitung des Friedensplans beteiligt.

apa/stol