Diese seien stark gestiegen, lägen aber mitunter über 100 Prozent auseinander. <BR /><h3> Aufholbedarf vor allem in Städten und im Pustertal </h3>Südtirols Gesellschaft wird älter. Bei den Seniorenheimen besteht Aufholbedarf. „Vor allem in den Städten, wo viele Einzelpersonen wohnen und im Pustertal, das nur 7 Heime hat – also gleich viele wie Ulten und Passeier“, so Pamer. <BR /><BR />Und es tut sich was: Im Ahrntal, in Niederdorf, Pfalzen (für ein Konsortium aus 7 Gemeinden), Toblach, Klausen, Marling, Rosenbach in Bozen sind Strukturen für Senioren in Bau oder Planung. Andernorts wie etwa in Klausen wird saniert.<BR /><BR />Das Land bezuschusste das Bauen für Senioren 2023 mit 36,5 Millionen Euro. 12,3 Millionen Euro davon flossen in Neu- und Umbau von Heimen, 4,7 Millionen in die Einrichtung von Heimen, 4,5 Millionen in die Anpassung von Sicherheitsbestimmungen. <h3> Fixbetrag pro Bett bereits 2022 angehoben </h3>Aufgrund der explodierenden Preise hatte Landesrätin Deeg 2022 den Fixbetrag pro Bett bei Neubau von 115.000 auf 180.000 Euro angehoben. Der Fixbetrag pro Bett bei Umbau stieg von 80.000 auf 126.000 Euro. Es handelt sich dabei um anerkannte Kosten, auf die es vom Land 60 Prozent Beitrag gibt – auf 180.000 Euro (Neubau) also 108.000 Euro.<BR /><BR /> „Wir haben erst im Nachtragshaushalt 5 Millionen Euro dazugelegt. Ich komme mit meinen Ansuchen gut zurecht“, sagt Landesrätin Pamer.<h3> Bis zu 450.000 Euro pro Bett im Pustertal </h3>Trotzdem reicht es nicht. Die Kosten für Bau und Umbau von Seniorenheimen überschreiten den Beitrag des Landes mittlerweile bei Weitem. <BR /><BR />„Bei den Projekten im Pustertal, die ich kenne, liegen die Kosten bei 400.000 bis 450.000 Euro pro Bett“, sagt der Präsident der Bezirksgemeinschaft, Robert Alexander Steger. <BR /><BR />Kosten pro Bett heißt: Gesamtkosten des Bauprojektes dividiert durch Anzahl der Betten. Es gebe zwar auch Beiträge für Küchen und Einrichtung. „Im Schnitt machen die Beihilfen des Landes aber nur mehr 30 Prozent aus“, rechnet Steger vor.<h3> Sonderfinanzierung mit Gemeinden in Sicht </h3>„Weil sie den Rest nicht stemmen können, suchen viele Gemeinden auch bei mir über die Gemeindenfinanzierung um einen zusätzlichen Betrag an“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. <BR /><BR />Deshalb schließe er nächste Woche mit den Gemeinden eine Sonderfinanzierung ab. 2025 und 2026 gebe es jeweils 3,5 Millionen Euro extra für Seniorenbauten. „Wir Gemeinden hoffen, dass daraus noch etwas mehr wird“, sagt Gemeinden-Chef Andreas Schatzer.<BR /><BR /><embed id="dtext86-65294613_quote" /><BR /><BR />„Parallel werden wir aber auch einen Deckel einführen, was ein Bett überhaupt kosten darf“, sagt Landesrätin Pamer. Die Kosten der Projekte lägen teilweise bis zu 100 Prozent auseinander. <BR /><BR />„Es reicht von 250.000 Euro pro Bett bis 500.000 Euro. Mir wurden aber auch Vorhaben mit 600.000 Euro pro Bett gezeigt“, sagt Pamer. „Das kann es nicht sein“, fügt sie hinzu. Es müsse gut und solide gebaut werden. <h3> Richtpreisverzeichnis von vielen als zu hoch empfunden </h3>„Wir brauchen aber keine Luxustempel“, stellt sie klar. Sterzing sei mit seiner modularen Bauweise mit 23 Millionen Euro für 90 Betten (255.000 pro Bett) ein Beispiel. Auf Feldthurns läge gut in den veranschlagten Kosten drin.<BR /><BR />Ein Problem für alle Gemeinden sind die technischen Kosten für Planung und Begleitung von Bauvorhaben. Das Richtpreisverzeichnis wird von vielen als zu hoch empfunden. <BR /><BR />„Dieses ist bei den technischen Kosten aber nur ein Richtwert. Freiberufler können auch günstiger arbeiten“, betont Pamer. Es brauche mehr Seniorenheime. „Vor allem aber müssen wir die Betreuung älterer Menschen vor dem Eintritt ins Heim stärken, denn das Personal für die Heime ist Mangelware.“