Bei der gestrigen zweiten Südtiroler Sicherheitskonferenz im Palais Widmann stellte Mathias Brugger vom Marktforschungsinstitut rcm solutions die Ergebnisse einer Sicherheits-Umfrage vor. Dabei zeigte sich deutlich, dass sich die Bürger zu Hause sehr sicher fühlen.<BR /><BR /> In öffentlichen Verkehrsmitteln und auf öffentlichen Plätzen abends und in der Nacht hingegen schlägt diese Tendenz ins Negative um, erläuterte Mair. <BR /><BR />Immerhin 46 Prozent der Befragten gaben an, ihr Verhalten geändert zu haben, um die Sicherheit zu erhöhen – indem sie bestimmte Orte meiden, nachts nicht allein unterwegs sind und Pfefferspray mittragen. „Die öffentliche Unsicherheit ist nicht nur ein gefühltes, sondern ein reales Problem“, lautet somit das Fazit der Sicherheitslandesrätin.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1231488_image" /></div> <h3> Die Anzahl der Ortspolizisten soll verdoppelt werden</h3>Sicherheits-Landesrätin Ulli Mair kündigte bei der Sicherheitskonferenz an, dass die Zahl der Ortspolizisten von derzeit 230 Beamten in Zukunft verdoppelt werden soll. Weiters werden Ortspolizisten künftig besser ausgebildet, besser ausgestattet und verpflichtend bewaffnet, erläuterte Mair. Ortspolizeichef Christian Carli begrüßt diese Ankündigungen: „Es ist höchst an der Zeit, dass etwas unternommen wird.“ Mit einer Koordinierungsstelle beim Land könne dann auch für Einheitlichkeit in ganz Südtirol gesorgt werden.<h3> Jeder Zweite für ein Abschiebe-Zentrum</h3>Immerhin 46 Prozent der Befragten sprechen sich für ein Abschiebezentrum in Bozen aus – 22 Prozent lehnen es hingegen ab. Landesrätin Ulli Mair betrachtet das Zentrum als notwendig und es sei auch verständlich, dass der Staat solche kleinen Zentren befürworte, nachdem es in den großen Zentren Riesenprobleme gegeben habe. Nun sei die Errichtung eines solchen Zentrums in Südtirol aber „auf die lange Bank geschoben worden“, bedauert Mair. „Es ist Zeit, dass auch Südtirol seinen Beitrag leistet“, meint die Landesrätin.