Den Zweifel erhoben hat Massimo Donadi, Ex-IdV-Chef und nun beim „Centro Democratico“: Er hat eine Eingabe beim Kassationsgericht gemacht, um die Sitzverteilung klären zu lassen (siehe eigener Bericht).Florian Kronbichler selbst wurde am Dienstag von der Nachricht überrumpelt. Im Interview mit STOL gibt er sich jedoch gelassenSüdtirol Online: Fünf Kammersitze sollen wackeln, da es angeblich einen Rechenfehler gab – darunter ist auch Ihrer. Haben Sie davon gehört?Florian Kronbichler: Ich habe es vor kurzem erfahren. Derzeit bin ich bei einer Kennenlernsitzung des SEL in Rom und hier weiß man noch nichts. Ich habe zwar noch nicht mit allen geredet, aber SEL-Chef Nichi Vendola ist auch hier und er hat mich noch nicht zweifelnd angeschaut. Mir wurde bisher mitgeteilt, dass meine Wahl inzwischen bestätigt ist.STOL: Was halten Sie von der Eingabe?Kronbichler: Dass es Rekurse gibt, ist mir bewusst. Wie diese ausgehen, weiß ich nicht. Dass es natürlich die trifft, die zum Schluss in die Kammer gewählt wurden, wundert mich auch nicht. Ich hätte jetzt natürlich keine Gegenrechnung parat. Ich bin also nicht sicher, ob bei mir richtig gerechnet wurde.STOL: Wie geht es Ihnen mit dieser Nachricht?Kronbichler: Es ist nicht sympathisch, aber damit ist zu leben, wie immer es ausgeht.STOL: Dass Sie aus der Kammer fliegen könnten, halten Sie also für möglich?Kronbichler: Ja, ich denke solche Sachen sind möglich. Aber nur, weil einer Rekurs einlegt, ist es noch nicht sicher. Donadi ist ein Nichtgewählter, der nachgerechnet hat. Ich wusste von seiner Existenz bisher nichts, jetzt kenne ich seinen Namen. Mehr weiß ich nicht.STOL: Donadi würde seinen Berechnungen zufolge selbst in die Kammer nachrücken.Kronbichler: Das wird wohl auch sein Motiv sein, aber das ist legitim.STOL: Was werden Sie nun tun? Abwarten oder selbst nachrechnen?Kronbichler: Ich wäre völlig unfähig, nachzurechnen. Ich kann nur abwarten. Wenn etwas anderes herauskommt, dann ist das nicht sehr nett. Inzwischen habe ich mich mit dem Gedanken, Parlamentarier zu sein, angefreundet. Aber es stirbt niemand, wenn dem nicht so sein sollte, auch ich nicht.Interview: Barbara Raich