Dienstag, 18. Mai 2021

KSL: Streichung der Gelder für Schulbücher nicht akzeptabel

Die Ankündigung der Landesregierung, Gelder für den Ankauf von Schulbüchern zu streichen, sorgt beim Südtiroler Lehrerbund für Kopfschütteln: Dass in Notzeiten gespart werden müsse, sei nachvollziehbar. Dass Sparmaßnahmen aber auf dem Rücken der Kinder ausgetragen würden und man ihnen die Schulbücher streiche, nicht.

Zurück zu Schiefertafel und Kreide? Die Vertretung der Südtiroler Grundschullehrer reagiert auf die Ankündigung der Landesregierung, Geld für den Ankauf von Schulbüchern zu streichen.
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Zurück zu Schiefertafel und Kreide? Die Vertretung der Südtiroler Grundschullehrer reagiert auf die Ankündigung der Landesregierung, Geld für den Ankauf von Schulbüchern zu streichen.
„Das Schulbuch ist immer noch ein elementares Lernmittel im Unterricht und muss es bleiben! Tablet, Internet und digitale Unterrichtsformen können einen modernen Unterricht zwar ergänzen, das Buch wird aber immer der Schlüssel zur Bildung bleiben“, schreibt der Katholische Südtiroler Lehrerbund (KSL), der Grundschullehrer und pädagogische Fachkräfte vertritt, in einer Aussendung. „Dass man sich dazu entschließt gerade hier den Rotstift anzusetzen, ist völlig inakzeptabel.“

Durch die Streichung der Gelder für Schulbücher und Arbeitshefte nehme man dem Unterricht das Basismaterial. „Alle Schulkinder brauchen während ihrer Schulkarriere Lernmaterial in Form von Büchern und Arbeitsheften und dieses sollte selbstverständlich zur Verfügung stehen und allen zuerkannt werden. Das Arbeitsheft zur Übung in der Grundschule gestrichen? Wir wollen weder zurück zur Schiefertafel mit Kreide noch wollen wir unsere zukünftige Generation in den Analphabetismus treiben, in welcher die künstliche Intelligenz der Smartphones jegliche Denkarbeit abnimmt.“ Die Reduzierung der Zuweisungen für Schul-und Arbeitsbücher findet der KSL sehr bedenklich.

stol