Die syrische Armee erklärte daraufhin, Regierungstruppen seien in das Gebiet verlegt worden und hätten ihre Fahne in Manbidsch gehisst.Die Kurdenmilizen hatten große Teile im Norden Syriens eingenommen, als sie dort gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgegeangen waren. Anschließend weiteten die Kurden ihre Selbstverwaltung – zum Ärger der Türkei – in den Gebieten aus.Die Entwicklung zeigt, wie sich nach dem angekündigten Truppenabzug der USA die Allianzen in Syrien neu sortieren. Die mit dem US-Militär verbündeten Kurden-Milizen fühlen sich beispielsweise im Stich gelassen und suchen neue Verbündete. Syriens Machthaber Baschar al-Assad weitet sein Einflussgebiet weiter aus und bekommt auch von arabischen Staaten, die zu seinen Gegnern zählten, wieder Zuspruch.Erdogan droht mit Offensive gegen KurdenmilizDie ersten beiden arabischen Golfstaaten – Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) – öffnen wieder ihre Botschaften in Damaskus. Die arabischen Golfstaaten wollen nach dem US-Abzug vor allem den Einfluss des Irans in Syrien eindämmen.Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über einen Abzug der US-Truppen in Syrien hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG gedroht. Die Türkei sieht die YPG als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation.dpa