Sonntag, 26. November 2017

Laborfonds soll aufgewertet werden

In der Haushaltskommission des römischen Senats wird derzeit das Haushaltsgesetz 2018 behandelt. Die Autonomiegruppe hat einen Abänderungsantrag zur Aufwertung des Laborfonds eingebracht, um einer drohenden Aushöhlung durch gesamtstaatliche Kollektivverträge entgegenzuwirken.

Laborfonds weist derzeit 117.000 Mitglieder und ein Vermögen von 2,4 Milliarden Euro auf.
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Laborfonds weist derzeit 117.000 Mitglieder und ein Vermögen von 2,4 Milliarden Euro auf. - Foto: © D

Diese sehen eine automatische Einzahlung der Beiträge der Südtiroler und Trentiner Arbeitnehmer in gesamtstaatliche Fonds vor, auch, wenn ein Arbeitnehmer bereits dem also dem regionalen Zusatzrentenfond Laborfonds beigetreten ist, berichtet der Südtiroler Senator Karl Zeller am Sonntag.

Der seit 2000 bestehende Laborfonds weise derzeit 117.000 Mitglieder und ein Vermögen von 2,4 Milliarden Euro auf, der gesamtstaatliche Fond verfüge dagegen über mehr Mitglieder, aber viel weniger Beitragszahlungen.

„Laborfonds ist also derzeit viel bedeutender als die meisten derartigen gesamtstaatlichen Fonds. Diese herausragende Stellung wäre jedoch in Zukunft gefährdet gewesen, weil laut geltenden Bestimmungen Einzahlungen aufgrund von Kollektivverträgen auf Staatsebene automatisch in die nationalen Fonds geflossen wären“, erklärt Zeller.

Damit sei nicht nur ein Jahr für Jahr zunehmender Kapitalabfluss aus der Region verbunden, sondern auch eine schleichende Verminderung der Attraktivität von Laborfonds und jedenfalls ein Nachteil der Arbeitnehmer und Unternehmen, die nun mit 2 verschiedenen Fonds zu tun gehabt hätten. 

Haushaltsgesetz soll am 1. Januar in Kraft treten

„Wir sind froh, dass es uns nach mehreren Anläufen gelungen ist, diesen Automatismus zugunsten von Laborfonds umzudrehen, womit dieser aufgewertet und für die Zukunft abgesichert wird. Alle Beiträge gesamtstaatlicher Kollektiverträgen fließen nun automatisch an Laborfond, außer die Betroffenen optieren für einen gesamtstaatlichen Fond“, zeigt sich Zeller erfreut.

Auch für die Bediensteten des Gesundheitswesens wird es ab 1. Januar 2018 möglich sein, über entsprechende Vereinbarungen dem Zusatzrendenfonds auf regionaler Ebene beizutreten.

„Diesen Erfolg verdanken wir der Unterstützung von Vize-Minister Enrico Morando und dem Präsidenten der Haushaltskommission Giorgio Tonini, die sich trotz Gegenwind aus einigen Ministerien und nationalen Verbänden hinter unsere Forderung gestellt haben", erklären die SVP-Senatoren Karl Zeller und Hans Berger. 
Das Haushaltsgesetz soll nächste Woche im Plenum des Senats genehmigt werden, wobei die Regierung, vermuten Zeller und Berger, die Vertrauensfrage zum Text der Kommission stellen wird.

Danach wird das Haushaltsgesetz von der Abgeordnetenkammer behandelt und, so die beiden Senatoren, am 1. Januar in Kraft treten. 

stol

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