Wir sprachen mit Daniel Alfreider, dem ladinischen SVP-Vizeobmann, über das Wahlergebnis. <BR /><BR /><b><BR />Das landesweite Ergebnis der SVP entspricht den Vorhersagen der Meinungsforscher. Hätten Sie sich insgeheim nicht doch mehr erhofft?</b><BR />Daniel Alfreider: Ich habe bis zum letzten Tag auf ein 14. Mandat gehofft. Das hätte bessere Voraussetzungen für mehr Stabilität bedeutet. Aber wir müssen das Ergebnis zur Kenntnis nehmen. Ich möchte auch allen danken, die uns unterstützt haben. <BR /><b><BR />Wie sehen Sie das Gesamtergebnis?</b><BR />Alfreider: Die Arbeit wird nicht leichter. Trotzdem muss man es mit Zuversicht anschauen. Das Ergebnis zeigt, dass der Wunsch nach Stabilität und Ruhe da ist. Wir werden das schaffen.<BR /><BR /><b>Es ist eine schwierige Situation: 3 neue Abgeordnete sind Kritiker der Coronamaßnahmen; es gibt keine starke italienische Partei mehr, zumal auch die Fratelli d’Italia nicht so stark sind wie erwartet…</b><BR />Alfreider: Es ist ein europäischer Trend. Nach einem Ergebnis von 34 Prozent würden sich andere Parteien in Europa 10 Mal die Finger abschlecken.<BR /><BR /><embed id="dtext86-61866729_quote" /><BR /><BR /><b>In Ladinien sind die Verluste der SVP mit gut 13 Prozent Minus fast das doppelt so hoch wie landesweit. Woran lag es?</b><BR />Alfreider: Das Minus tut sehr weh. Das muss man genauer anschauen. Die SVP hat immer versucht, den Ladinern die Möglichkeit zu geben, in der Mehrheit zu sitzen und ihre Anliegen zu vertreten. Heuer haben 8 Ladiner kandidiert – das hat die Stimmen dieser kleinen Gemeinschaft zersplittert. <BR /><BR /><b>Manfred Vallazza hat es nicht mehr in den Landtag geschafft.</b><BR />Alfreider: Das tut mir am meisten leid, dass wir nicht mehr zu zweit vertreten sind. Vallazza hat sehr gute Arbeit geleistet, auch in der Region. Die Zusammenarbeit der letzten Jahre war sehr gut. Dass er es nicht mehr geschafft hat, war sicher eine Folge der Zersplitterung der ladinischen Stimmen. Ohne sie hätten wir sicher die Kraft gehabt für 2 Mandate. <BR /><BR /><b>Was kann die SVP Ladina nun tun?</b><BR />Alfreider: Wir werden an einigen Themen arbeiten müssen. Die SVP wird jedenfalls alles tun, in der Regierung vertreten zu sein, weil dort die wichtigen Agenden wie Schule etc. entschieden werden, und nicht oppositionelle Kräfte stärken. Für eine ladinische Realpolitik ist es schade, wenn einige alles in die Wege geleitet haben, um oppositionelle Kräfte zu stärken, und dann nicht in den Landtag gekommen sind. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Landtagswahl%202023%20Reaktionen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier weitere Reaktionen zur Landtagswahl 2023.</a><BR />