Mittwoch, 27. Mai 2020

Ladurner: „Jugend zeigt bei Corona-Maßnahmen Verantwortung“

Rund um die Diskussionen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen und Menschenansammlungen meldet sich die SVP-Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner zu Wort: „Es ist falsch den Jugendlichen pauschal undiszipliniertes Verhalten vorzuwerfen.“

Jasmin Ladurner verteidigt die Jugendlichen.
Badge Local
Jasmin Ladurner verteidigt die Jugendlichen. - Foto: © Privat
„Es gilt vielmehr den Ernst der Lage weiterhin klar zu machen und dabei Sinn und Erfolg der Sicherheitsmaßnahmen zu vermitteln“, sagt die Landtagsabgeordnete.

„Auch die Sicherheitskräfte bestätigen, dass sich die meisten Menschen vorbildhaft an die Regeln halten, es aber natürlich einzelne Verstöße gibt. Leider wird wie immer mehr über das Negative als über das Positive gesprochen.“

Das schöne Wetter am Wochenende lockte viele Südtirolerinnen und Südtiroler ins Freie, in die Berge, an die Seen und auch wieder in Gastbetriebe.

Es gab dabei wiederum Klagen, dass sich einzelne Bürger gegen die geltenden Abstandsregeln verstoßen haben. Der überwiegende Teil der Bevölkerung habe in den vergangenen Wochen und Monaten sehr diszipliniert die Maßnahmen, die in Folge der Corona-Pandemie erlassen worden sind, befolgt.

Das zeigten die Daten zu den Neuinfektionen in Südtirol. Dennoch sei eine hitzige Diskussion um Jugendliche entstanden, die Abstandsregeln verletzt haben – vor allem in Bars und im zögerlich wieder anlaufenden Nachtleben.

Die jüngste Abgeordnete zum Südtiroler Landtag, Jasmin Ladurner, wehrt sich gegen eine pauschale Verurteilung der Jugend: „Es ist unfair, dass wegen einigen Unverbesserlichen die Jugend allgemein als disziplinlos dargestellt wird. Jugendliche sind zum Glück eine sehr aktive Bevölkerungsgruppe. Man muss bedenken, dass die Einschränkung der Freiheiten die jungen Leute besonders hart trifft, sei es beim Sport, beim Reisen, aber natürlich auch beim Ausgehen. Sportliche Aktivitäten waren lange verboten, für Kontaktsportarten gilt dies ja immer noch. Erst seit dieser Woche dürfen etwa Fitnessstudios wieder öffnen, Teamsportarten leiden besonders stark. Der Drang ins Freie und zur mehr Bewegung nach dem Winter und nach wochenlangem Lockdown ist verständlich und ein gutes Zeichen. Dass es hier zu manchen Übertretungen kommt ist zwar bedauerlich, aber menschlich. Genauso alle anderen Altersgruppen halten sich allerdings auch die Jugendlichen mehrheitlich an die Auflagen.“

Ladurner gibt zu bedenken, dass es über alle Generationen hinweg Menschen gibt, die persönliche Einschränkungen ablehnen und sinnvolle Regeln ignorieren. Hier müsse jeder die Situation Ernst nehmen: „Die Südtiroler haben nur durch große Opfer und Disziplin die Infektionskurve abgeflacht, in den vergangenen Wochen gingen die Fallzahlen stark zurück und uns sind Zustände wie in der Lombardei erspart geblieben. Wir müssen unbedingt eine zweite Welle vermeiden, dafür braucht es weiterhin das Mitwirken aller. Das ist keine Frage der Generation, sondern der Verantwortung.“

lpa

Schlagwörter: