Freitag, 02. Dezember 2016

Lächelnd an die Spitze: Hofer als „freundliches Gesicht“ der FPÖ

Norbert Hofer wird als „Kandidat des Volkes“ inszeniert. Der Ton von Österreichs Präsidentschaftskandidaten ist sanft, das Lächeln sitzt.

Norbert Hofer
Norbert Hofer - Foto: © APA

Der 45-jährige stellvertretende Nationalratspräsident gilt als das „freundliche Gesicht“ der rechtspopulistischen FPÖ. Polternde Auftritte sind ihm fremd.

Der gelernte Flugzeugtechniker will als Bundespräsident die Regierung entlassen, sollte sie keine Ergebnisse liefern. Das gelte nicht zuletzt in der Migrationsfrage, da das Sozialsystem hohe Anreize für Wirtschaftsflüchtlinge biete. Kritiker sehen in dem Sportschützen und Burschenschafter, der sich von der Regionalpolitik bis an die Spitze des Parlaments gekämpft hat, einen „Wolf im Schafspelz“.

Hofer ist maßgeblich an der Entstehung des freiheitlichen und zutiefst europakritischen Parteiprogramms beteiligt. Mit Hilfe seiner Partei schaffte er es aber gut, soziale Netzwerke einzusetzen und viele unzufriedene Bürger abzuholen. Der vierfache Vater ist seit einem Paragleiter-Unfall gehbehindert und braucht einen Stock.

Um sein Familienleben zu zeigen, lud er ein Kamerateam in sein Vier-Zimmer-Haus im burgenländischen Pinkafeld. Der neu gegründete Sender oe24.tv durfte nicht nur den grünen Teppich im Badezimmer, sondern auch das Zimmer der pubertierenden Tochter filmen.

dpa

stol