Mittwoch, 11. März 2020

Lage an griechisch-türkischer Grenze weiter ruhig

Am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros hat es in der Nacht auf Mittwoch den dritten Tag in Folge keine größeren Zwischenfälle gegeben.

Der Grenzfluss Evros an der griechisch-türkischen Grenze.
Der Grenzfluss Evros an der griechisch-türkischen Grenze. - Foto: © APA (AFP) / SAKIS MITROLIDIS
Wie das griechische Staatsfernsehen ERT berichtete, hätten vereinzelt Migranten versucht, den Zaun beim Grenzübergang von Kastanies/Pazarkule zu überwinden oder den Evros zu durchqueren.

Nach Angaben der Regierung in Athen haben die griechischen Sicherheitskräfte seit dem 29. Februar und bis Dienstag knapp 43.400 Menschen daran gehindert, unerlaubt aus der Türkei nach Griechenland auf der Landesroute zu kommen. Zudem seien 346 Migranten, denen es gelungen sei, illegal überzusetzen, festgenommen worden.

Unterdessen läuft Hilfe seitens der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex an. Polizeibeamte aus Österreich waren bereits im Einsatz am Evros. Ein Team von 13 Cobra-Beamten, davon zwei Piloten, sowie zwei Drohnen und ein gepanzertes Fahrzeug des Typs Survivor R II seien ab Mittwoch im griechischen Grenzschutzeinsatz, teilte das Innenministerium am Dienstag mit.

Auch aus Zypern kam Verstärkung an. Insgesamt wurden rund 1000 Frontex-Sicherheitsbeamte in den kommenden Tagen erwartet, berichteten griechische Medien unter Berufung auf das griechische Ministerium für Bürgerschutz.

Auch auf den Inseln im Osten der Ägäis blieb die Lage ruhig. Seit sechs Tagen kamen kaum Migranten aus der Türkei an, wie das Migrationsministerium mitteilte. Die Lager auf diesen Inseln sind weiterhin heillos überfüllt.

apa