Dienstag, 03. Januar 2017

Laimburg: 35 Flüchtlinge untergebracht - Freiheitliche Kritik

Seit 15. Dezember werden in der Laimburg - im Unterland - temporär Flüchtlinge aufgenommen. Eine Aufnahme, die laut Soziallandesrätin Martha Stocker bis voraussichtlich Mai wirksam bleiben soll. Dies geht aus einer Landtagsanfrage der Südtiroler Freiheitlichen hervor, die am Dienstag an der Politik von SVP und PD Kritik übten.

Seit 15. Dezember werden in der Laimburg temporär Flüchtlinge aufgenommen.
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Seit 15. Dezember werden in der Laimburg temporär Flüchtlinge aufgenommen.

Nachdem bekannt geworden war, dass im land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg 35 Flüchtlinge untergebracht werden sollen, habe er umgehend mittels einer Landtagsanfrage interveniert, schreibt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete, Walter Blaas, am Dienstag in einer Aussendung.

Volontarius führt Unterkunft

Soziallandesrätin Martha Stocker stellte in der Beantwortung der Anfrage fest, dass seit Mitte Dezember 35 Flüchtlinge in der Laimburg aufgenommen werden. Allerdings nur für einen beschränkten Zeitraum und zwar voraussichtlich bis Mai. Bis dahin werden die Unterkünfte der saisonalen Mitarbeiter in der Laimburg kaum genutzt.

Die Unterkunft, so Stocker in der Beantwortung weiter, werde von der Vereinigung Volontarius geführt  sowohl die Laimburg, als auch die Gemeinde Pfatten seien in die Mitgestaltung der Aufnahme einbezogen.

Keine Adaptierung notwendig

Adaptierungsarbeiten seien keine notwendig, die Finanzierung erfolge im Rahmen der Vereinbarung zwischen Land und Regierungskommissariat und entspreche 28 Euro pro Tag und Person, so die Landesrätin abschließend.

Blaas: „Keine schlüssigen Konzepte“

Walter Blaas kommentierte die Stockers Antwort auf seine Anfrage folgendermaßen: „Es ist zu erwarten, dass ein Großteil der untergebrachten ‚Flüchtlinge‘ einen negativen Asylbescheid erhält und früher oder später auf der Straße landet. Die Probleme werden sich weiter zuspitzen ohne dass es bisher schlüssige Konzepte von den verantwortlichen Parteien rund um SVP und PD gibt, welche dem Asylchaos Herr werden.“

stol

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