Der Grund: Das Land will alle dringenden und bereits genehmigten Beiträge, die bis zum 15. November fällig wären, ausbezahlen. Allerdings: Rom weigert sich 350 Millionen Euro, die dem Land zustünden, zu überweisen.Geld nur mehr bis Mitte Oktober vorhanden Das Geld in den Landeskassen reicht nur mehr bis Mitte Oktober - dann herrscht Ebbe. Sollte Rom bis dahin den Geldhahn nicht wieder aufdrehen, können weder Beiträge ausbezahlt, noch Rechnungen beglichen werden.Die Prognosen sehen diesbezüglich schlecht aus und auch die Prozesse vor dem Verfassungsgerichtshof könnten sich noch eine Weile hinziehen: Das Land muss daher einen anderen Weg einschlagen, um das dringende Liquiditätsproblem zu lösen.Hohe ZinsenMit dem Darlehen von 150 Millionen Euro will die Landesregierung frisches Geld flüssig machen - allerdings zu hohen Kosten. Für das geliehene Geld muss das Land rund 1,5 Millionen Euro an Zinsen zahlen.Und: Das Geld reicht nur bis Mitte November. „Nach diesem Termin haben wir aber auch in ‚normalen Jahren‘ nie mehr Gelder ausgezahlt.“„Wir konnten nicht ahnen, dass Rom die Auszahlung der Gelder blockiert“, meinte Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag in Bozen.Das Land habe sich für ein Darlehen entschieden, „um zu vermeiden, dass letztendlich die Gemeinden, Unternehmer und Südtirols Bürger am Ende des Jahres selbst ein Darlehen aufnehmen müssen."joi