Freitag, 22. Juli 2016

Land trifft Stadt: Nein zu Verlängerung der Jenesiener Seilbahn

Am Freitag hat Landeshauptmann Kompatscher den neuen Bozner Gemeinderat getroffen. Themen zu besprechen gab es einige: die Jenesiener Seilbahn, das Bibliothekszentrum, die Museen.

Bozens Stadtoberhaupt trifft Südtirols Regierungschef. - Foto: LPA
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Bozens Stadtoberhaupt trifft Südtirols Regierungschef. - Foto: LPA

Bozens neuer Bürgermeister, Renzo Caramaschi, und eine Delegation der neuen Stadtregierung hat am Freitagmorgen Landeshauptmann Arno Kompatscher einen Antrittsbesuch abgestattet. Beim Treffen dabei waren die Bozner Stadträte Maria Laura Lorenzini und Sandro Repetto sowie Landesrat Florian Mussner, der Generalsekretär des Landes, Eros Magnago, und der Abteilungsdirektor für Hochbau und technischen Dienst, Andrea Sega.

Nein zur Verlängerung der Seilbahn Jenesien

Im zweistündigen Treffen wurden viele Themen besprochen, allen voran das vieldiskutierte Projekt einer neuen Seilbahn nach Jenesien.

"Wir haben die Situation eingehend bewertet, sei es nach technischen Aspekten als auch aus einem politischen Blickwinkel. Wir haben beschlossen, von einer Verlängerung der Seilbahn über die Talferwiesen bis hin ins Stadtzentrum abzusehen", sagte der Landeshauptmann.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Landes Südtirol und der Stadtgemeinde wird deshalb beauftragt, alternative Lösungen auszuarbeiten. Auf jeden Fall müsse die Verbindung zwischen der Bergstation und der Stadt verbessert werden.

Kompatscher: Investition in Kultur ist Investition in Zukunft

In Zusammenhang mit dem Bibliothekszentrum haben sich die Besucher über den Fortschritt der Ausschreibungen informiert, die innerhalb August abgeschlossen werden müssen, während der Zuschlag der Arbeiten bis Ende Oktober erfolgen wird.

"Es handelt sich hier nicht lediglich um eine Bibliothek sondern vielmehr um ein bedeutendes Projekt für die ganze Stadt, das allen drei Sprachgruppen einen öffentlichen Raum für einen kulturellen Austausch bietet", unterstrich Kompatscher. "In Kultur investieren kommt einer Investition in die Zukunft und in das Wachstum der Landeshauptstadt gleich."

Bozner Museumsmeile andiskutiert

Die Gesprächspartner haben sich schließlich zur Möglichkeit einer Verbindung des Stadtmuseums und des Archäologiemuseums im Rahmen einer Museumsmeile ausgetauscht.

"Die Alternativen sind vielfältig – die Priorität bleibt aber, eine Struktur mit einer hohen kulturellen und touristischen Attraktivität zu schaffen. Die Stadt Bozen sollte zudem das Potenzial, das von der Gletschermumie Ötzi als Publikumsmagnet ausgeht, voll ausschöpfen", sagte der Landeshauptmann abschließend.

stol/lpa

stol