Mittwoch, 11. Juli 2018

Land verdoppelt Aufträge an Sozialgenossenschaften B

Ein Viertel des Wertes aller Lieferaufträge von Waren und Dienstleistungen geht an Sozialgenossenschaften B. Landesrätin Waltraud Deeg hat der Landesregierung am Dienstag von der Entwicklung berichtet.

Sozialgenossenschaften des Typs B sind Unternehmen mit dem Ziel, die Arbeitseingliederung von sozial benachteiligten Personen zu fördern.
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Sozialgenossenschaften des Typs B sind Unternehmen mit dem Ziel, die Arbeitseingliederung von sozial benachteiligten Personen zu fördern. - Foto: © shutterstock

Seit 2013 haben die Landesverwaltung und ihre Körperschaften die Anzahl der Aufträge an Sozialgenossenschaften des Typs B für die Lieferung von Waren und Dienstleistungen verdoppelt. Waren es 2013 noch 70 Vergaben, so registrierte die Verwaltung im Jahr 2017 bereits 137 davon. Von 6 auf 23,7 Prozent vervielfacht hat sich im selben Zeitraum auch der Anteil dieser Aufträge am Gesamtwert der getätigten Vergaben.   

„Wir haben in diesen Jahren über die Generaldirektion der Landesverwaltung bewusst auf Sensibilisierung und Weiterbildung der Mitarbeitenden in der Landesverwaltung gesetzt, um den Anteil der Aufträge an Sozialgenossenschaften des Typs B zu erhöhen", erläutert Deeg. Die Bemühungen hätten Früchte getragen und zu einer merklichen Steigerung im Auftragsvolumen geführt.  

Geregeltes Zukommen an Sozialgenossenschaften des Typs B

Das Landesgesetz Nr. 15 von 2011 gab bis 2014 das Ziel vor, mindestens 2 Prozent des Wertes der Lieferungen von Waren und Dienstleistungen an Land und dessen Körperschaften an Sozialgenossenschaften des Typs B zu vergeben.

Der für das Genossenschaftswesen zuständige Landesrat Christian Tommasini bezeichnet die Sozialgenossenschaften als „wichtige Ressource unseres Landes, sie generieren qualifizierte Arbeit, lassen dabei Bedürftige zum Zug kommen und bieten Dienstleistungen mit Qualität."

Ziele des Gesetzes weit überschritten

Landesrätin Deeg verweist darauf, dass die Ziele des Gesetzes weit überschritten wurden: „Mittlerweile haben wir die 20-Prozent-Schwelle überschritten. Damit sind wir nur wenige Jahre später weit über das gesetzlich vorgeschriebene Ziel hinausgegangen."

Die sogenannten Sozialgenossenschaften des Typs B sind Unternehmen mit dem Ziel, die Arbeitseingliederung von sozial benachteiligten Personen zu fördern. Der Anteil sozial benachteiligter Personen muss mindestens 30 Prozent der Arbeitnehmer der Sozialgenossenschaft des Typs B darstellen. 

stol/lpa

stol