In der ersten Entscheidung geht es um die Neuregelung der Versorgung mit Arzneimitteln, die die Landesregierung in drei strittigen Punkten auch gegen die Regierung Monti durchsetzen will. Die zweite Klage betrifft das Ansinnen der Landesregierung, wegen der ausbleibenden Überweisungen Südtirol zustehender Mittel durch die Regierung in Rom ein Überbrückungsdarlehen aufzunehmen. "Rom wollte uns vorschreiben, dass wir ein solches Darlehen nur bei unserem Schatzmeister aufnehmen können", so Landeshauptmann Luis Durnwalder. Eine Auslegung, gegen die das Land sich vor dem Verfassungsgericht wehren wird: "Schließlich haben wir die Aufnahme des Darlehens ausgeschrieben und über diese Ausschreibungen Konditionen geboten bekommen, die um ein Vielfaches günstiger für uns waren als jene, die unser Schatzmeister geboten hat", so Durnwalder.Er kann die Anfechtung Roms nicht verstehen: "Es geht dieser Regierung doch immer ums Sparen, hier hätten wir viel Geld einsparen können."