Für den Geschäftsführer des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, Hanspeter Staffler, ist dies „ein sehr großer Fortschritt in der Naturschutzpolitik.“ <BR /><BR />Viele Organisationen hätten seit Jahren gefordert, dass das Land da aktiver werden soll. Überraschend hoch sei nun auch die Summe, die das Land dafür ausgeben könne.<BR /><BR />Die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung hat die Kriterien für den Ankauf von Biotopen ausgearbeitet. Auf Vorschlag von Landesrat Brunner hat die Landesregierung diese Kriterien gestern genehmigt. <BR /><BR />Das Gebiet, das erworben werden soll, muss eine der folgenden Eigenschaften erfüllen: Es muss einen durch das Naturschutzgesetz geschützten Lebensraum darstellen oder sensible Tier- und Pflanzenarten beherbergen, die durch das Naturschutzgesetz, die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) oder die Vogelschutzrichtlinie der EU geschützt sind; es muss unmittelbar an ein bestehendes Schutzgebiet (Biotop, Naturpark, Naturdenkmal) angrenzen und als Pufferzone für das Schutzgebiet geeignet sein oder einen potenziell ökologisch wertvollen Lebensraum darstellen; es muss ein natürliches und ökologisch wichtiges Element des Schutzgebietsnetzes im Sinne der FFH-Richtlinie darstellen oder durch Renaturierung in einen geeigneten Lebensraum umgewandelt werden können.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1078785_image" /></div> <BR />Es gebe immer wieder mal Möglichkeiten, Biotope zu kaufen – sehr viele pro Jahr seien es aber nicht, berichtet Staffler. Zum Verkauf angeboten würden beispielsweise Auwälder, die erhalten geblieben sind und sich in Privateigentum befinden. <BR /><BR />„Da hat man oft nur sehr kurze Zeitfenster, um das eigene Interesse anzumelden“, sagt Staffler. Biotope würden so um die 1 Euro bis 20 Euro pro Quadratmeter kosten. Das Land habe mit der Möglichkeit, Biotope anzukaufen, eine sehr wichtige strategische Entscheidung getroffen.