Samstag, 10. Januar 2015

Landesangestellte dürfen auch weiterhin einen Tag "blau machen"

Die meisten Eintagskranken beim Land fehlen montags: Trotzdem müssen sie für den ersten Krankheitstag weiterhin keine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Denn die Landesregierung zeigt sich bei Abwesenheit vom Dienst für einen Tag weiterhin großzügig.

Keine Lust zur Arbeit zu gehen? Für einen Tag brauchen Landesangestellte auch weiterhin keine Bescheinigung.
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Keine Lust zur Arbeit zu gehen? Für einen Tag brauchen Landesangestellte auch weiterhin keine Bescheinigung. - Foto: © shutterstock

„Es obliegt den Führungskräften, krassen Fällen nachzugehen und eventuell eine ärztliche Bescheinigung einzufordern“, so Landesrätin Waltraud Deeg zu diesem Punkte im neuen Personalgesetz, auf das sich die Landesregierung auf ihrer Klausur geeinigt hat. 

Anders als in der Privatwirtschaft wird beim Land die Krankschreibung ab Tag 1 „nicht verpflichtend für alle“. Bei der Region braucht es die Krankschreibung gar erst ab dem dritten Krankheitstag.

„Zuckerle Nr. 2“: Landesbeamte müssen sich Nebentätigkeiten, bei denen sie unter 1000 Euro im Jahr verdienen, nicht mehr genehmigen lassen. 

Im Gegenzug wird den Landesbeamten zugemutet, an einen Job versetzt zu werden, der 50 Kilometer vom Wohnort entfernt ist. Die Versetzung muss nicht zwangsläufig innerhalb der Landesverwaltung sein. „Sie kann auch vom Land zu den Gemeinden erfolgen, die im Zuge einer Neuaufteilung zahlreiche Kompetenzen vom Land übernehmen sollen“, sagt Deeg.

stol/bv

Weitere Details lesen Sie in der Samstagsausgabe des Tagblattes Dolomiten.

stol