Freitag, 04. November 2016

Landesfamiliengeld + trägt erste Früchte

Als einer der ersten Väter in Südtirol hat Matthias Ausserer aus Prad fürs neue Familiengeld + angesucht und zwei Monate Elternzeit beansprucht. Das Landesfamiliengeld +, so das Landespresseamt, trägt erste Früchte.

Die Familie Ausserer aus Prad am Stilfser Joch hat für das Landesfamiliengeld + angesucht.
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Die Familie Ausserer aus Prad am Stilfser Joch hat für das Landesfamiliengeld + angesucht. - Foto: © LPA

Für seine zweite Tochter Paula hat Matthias Ausserer aus Prad am Stilfser Joch zwei Monate Elternzeit in Anspruch genommen, das war bei seiner ersten, mittlerweile zwei Jahre alten, Tochter Lina nicht der Fall. Das neue Familiengeld + war für ihn Anreiz dafür, und auch sein Arbeitgeber Andreas Egger von der Firma "Luis Egger – Heizung & Sanitäre Anlagen" aus Schenna hatte ein offenes Ohr für das Anliegen seines Mitarbeiters, sich eine kurze berufliche Auszeit zu nehmen, schreibt das Landespresseamt am Freitag.

Familienlandesrätin Waltraud Deeg stattete der Familie Ausserer kürzlich einen Besuch ab, denn sie sind die ersten Antragsteller für das neue Südtiroler Familiengeldmodell.

800 Euro zusätzlich

"Mit dem Landesfamiliengeld + unterstützen wir Väter, die eine berufliche Auszeit nehmen", erklärte Deeg. Das staatliche Gesetz sehe in diesem Fall Elternzeit vor, die beansprucht werden könne. "Wenn die Väter diese Möglichkeit nutzen, haben die Familien in Südtirol Anrecht auf das Landesfamiliengeld +", betonte Deeg.

Seit 1. September 2016 gibt es zusätzlich bis zu 800 Euro monatlich für Väter, die in der Privatwirtschaft angestellt sind und in den ersten 18 Lebensmonaten des Kindes für einen Zeitraum von mindestens zwei und höchstens drei aufeinanderfolgenden vollen Monaten die Elternzeit in Anspruch nehmen.

Zögerliches Interesse am "Landesfamiliengeld +" 

Noch gehen die Ansuchen für das neue "Landesfamiliengeld +" zögerlich ein. Doch die Familienlandesrätin hofft, dass diese zusätzliche finanzielle Unterstützung verstärkt wahrgenommen wird. "Es muss sich auch das Rollenverständnis ändern", meint Deeg, "wichtig ist es, dass die Rahmenbedingungen stimmen, damit Eltern die Wahlfreiheit haben, denn sie wissen am besten, was für ihre Kinder gut ist".

Das Landesfamiliengeld + zielt in diese Richtung: Es ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Familien, bei denen sich die Eltern die Erziehungsarbeit teilen.

lpa/stol

stol