Freitag, 10. März 2017

Landeshauptmann Kompatscher trifft Dalai Lama

Die Zusammenarbeit des Landes Südtirol mit der Minderheit der Tibeter stand im Mittelpunkt des zweiten Teils der Projektreise von Arno Kompatscher.

Zum Abschluss der Projektreise wurde Landeshauptmann Kompatscher vom geistigen und religiösen Oberhaupt der Tibeter, dem 14. Dalai Lama, empfangen. - Foto: LPA/Dominik Holzer
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Zum Abschluss der Projektreise wurde Landeshauptmann Kompatscher vom geistigen und religiösen Oberhaupt der Tibeter, dem 14. Dalai Lama, empfangen. - Foto: LPA/Dominik Holzer

Während seiner Arbeitsreise wollte Kompatscher Projekte der Entwicklungszusammenarbeit überprüfen. Zunächst in Nepal, dann in Indien, wo Kompatscher die vergangenen Tage unterwegs war.

Das Land Südtirol hat bis heute 44 Vorhaben zugunsten der Exiltibeter mit einem Betrag von 1,5 Millionen Euro mitgetragen. 

Am Sitz der tibetischen Exilregierung in Dharamsala traf Landeshauptmann Kompatscher mit Premierminister Lobsang Sangay und weiteren Regierungsmitgliedern zusammen.

Schulterschluss und der Austausch zwischen Minderheiten wichtig 

"Die Bedürfnisse und Wünsche der Minderheiten haben weltweit viele Parallelen. Daher ist der Schulterschluss und der Austausch zwischen den Minderheiten wichtig und hilfreich", betonte Landeshauptmann Kompatscher nach dem Treffen.

Südtirol, so versicherte Südtirols Landeshauptmann, fühle sich angesichts der eigenen Erfahrung und der errungenen Autonomie auch weiterhin verpflichtet, andere Minderheiten nach Möglichkeit zu unterstützen.

Im Verlauf seines dreitägigen Aufenthalts in Indien besichtigte Landeshauptmann Kompatscher mehrere der von Südtirol mitfinanzierten Projekte. 

Etwa 30.000 tibetische Kinder profitierten seit der Gründung der Tibetan Children's Village im Jahr 1960 von deren Arbeit - Foto: LPA/Dominik Holzer

Stark unterstützt wurden beispielsweise die Tibetan Children’s Village, die tibetischen Kinderdörfer. "Das Land Südtirol hat seit 2002 neun Kinderdorfprojekte mit insgesamt 280.000 Euro gefördert.“

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft. Erst im vergangenen Jahr wurde ein Pilotprojekt zur Modernisierung der Anbauweise und für eine nachhaltige Landwirtschaft abgeschlossen, das 39 tibetischen Siedlungen einbezogen hat und gemeinsam mit der EURAC durchgeführt worden ist.  

Zusammentreffen mit Dalai Lama

Zum Abschluss der Projektreise wurde Landeshauptmann Kompatscher vom geistigen und religiösen Oberhaupt der Tibeter, dem 14. Dalai Lama, empfangen. 

Tenzin Gyatso bestätigte die enge freundschaftliche Verbundenheit mit Südtirol. Sein Auftrag sei es, "sich friedlich aber konsequent für die sprachliche und kulturelle Identität seiner Minderheit einzusetzen, um die Autonomie für sein Land zu erreichen", dabei seien Konflikte nicht mit Gewalt sondern mit den Waffen des Geistes und des Herzens zu lösen. 

Landeshauptmann Arno Kompatscher beendet morgen, Samstag, 11. März, seine Projektreise und tritt über Delhi und München die Heimreise nach Südtirol an. 

lpa/stol

stol