Nun steht die Entscheidung im Landtag an.Dass einige Politiker gegen den Haushalt Sturm laufen werden, hat Landeshauptmann Luis Durnwalder schon auf der Pressekonferenz am Montag angekündigt (siehe eigener Bericht).In der Tat zeigt sich die Opposition vom Landeshaushalt 2013 keinesfalls begeistert: Rücktrittsrufe werden laut.Ein Nein ist nicht genug: Pöder kritisiert TheinerLandesrat Theiner hätte gegen die „signifikanten Kürzungen“ ankämpfen müssen, meint Andreas Pöder von der Bürgerunion. Ihm ist das Nein von Theiner zum Landeshaushalt 2013 nicht genug. Dessen Nein-Stimme habe eine „reine Alibifunktion“.Man habe nun einen Landeshaushalt, der der "familienfeindlichste und unsozialste Haushalt" seit Jahren sei, kritisiert Pöder.Der Landesrat hätte mehr für seinen Bereich herausholen müssen, so Pöder: „Wenn er dazu nicht imstande ist, dann reicht eine Gegenstimme nicht aus, dann muss er weitreichendere Konsequenzen ziehen – bis hin zum Austritt aus der Landesregierung."Leitner: Landesregierung ist rücktrittsreifWährend die Bürgerunion vorwiegend Landesrat Theiner in die Mangel nimmt, erachten die Freiheitlichen nach der Abstimmung zum Landeshaushalt 2013 die gesamte Landesregierung als „rücktrittsreif“.„Wie will die Landesregierung diesen Haushalt im Landtag durchbringen?“, fragt sich der Sprecher der Freiheitlichen im Landtag Pius Leitner.„Die Landesregierung ist keine Mannschaft mehr, sondern eine Gruppe von Einzelkämpfern. Dadurch verliert sie nicht nur an Schlagkraft, sie blockiert sich viel mehr gegenseitig.“Der Landeshaushalt sei das politische Instrument der Politikgestaltung im Land, sind die Freiheitlichen überzeugt.Nachdem sich die Landesregierung nicht mehrheitlich darauf einigen konnte, seien Neuwahlen die logische Konsequenz.Grüne: „Werden Eiertanz nicht mitmachen“Die Grünen hingegen sehen in der Spaltung der Landesregierung beim Thema Landeshaushalt längst keine Neuheit mehr. Diese sei „bereits zur Gewohnheit geworden“.„Die Mehrheit hat ihren inneren Kompass verloren“, meinen Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba.„Sie ist weder in der Lage, mit einer relativ kleinen Haushaltsdelle adäquat umzugehen, noch ihre Arbeit sorgfältig abzustimmen.“Die Grünen jedenfalls würden „den Eiertanz“ nicht mitmachen und kündigten Kritik an Haushalt und Finanzgesetz an.Klotz: „Durnwalder führt Öffentlichkeit hinters Licht“Starke Kritik übt Eva Klotz schon heute: „Unerträglich“ findet die Landtagsabgeordnete der Südtiroler Freiheit die Äußerungen des Landeshauptmanns zum Haushalt.Nicht das Land müsse lernen mit weniger Geld auszukommen. „Wenn schon, müssen Durnwalder und die SVP lernen, mit dem Geld verantwortungsvoller umzugehen“, meint Klotz und ortet „Verschwendung und Großmannssucht bei Großprojekten“.Mit der Aussage, Tirol müsse mit drei Milliarden Euro im Haushalt auskommen, führe der Landeshauptmann die Öffentlichkeit ebenso hinters Licht, so Klotz in einer Presseaussendung am Montag: „Er verschweigt bewusst, dass Tirols Gemeinden nicht vom Land, sondern direkt vom Bund finanziert werden.“stol