Mittwoch, 06. Juli 2016

Landesrätin Deeg fordert in Rom mehr Geld für Familien

Am Mittwoch ist Landesrätin Waltraud Deeg mit dem italienischen Regionenminister Enrico Costa zusammengetroffen.

Landesrätin Waltraud Deeg traf am Mittwoch mit dem italienischen Regionenminister Enrico Costa zusammen.
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Landesrätin Waltraud Deeg traf am Mittwoch mit dem italienischen Regionenminister Enrico Costa zusammen. - Foto: © STOL

Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen dem italienischen Minister und der Südtiroler Landesrätin standen die positiven Auswirkungen einer aktiven Familienpolitik aus wirtschaftlicher Sicht. Enrico Costa ist neben seiner Aufgaben als Regionenminister auch für die gesamtstaatliche Familienpolitik zuständig. Landesrätin Deeg lobte im Rahmen des Treffens den staatlichen Plan für die Familien aus dem Jahr 2012 und die im Stabilitätspaktvorgesehenen familienpolitischen Maßnahmen, etwa die Steuererleichterungen für Betriebe, welche konkrete Hilfestellungen für Familien bieten, wie Betriebskitas oder Essensgutscheine, schreibt das Landespresseamt am Mittwoch.  

Deeg mahnt mehr Geld für Familien ein

Gleichzeitig machte Deeg den Minister aber auf die Wichtigkeit der finanziellen Unterstützung für Familien und einer strukturieren Familienpolitik aufmerksam. "Punktuelle Maßnahmen greifen nicht", meinte Deeg, "wir brauchen sichere Rahmenbedingungen für Familien, eine gesamtstaatlich koordinierte und nachhaltige Familienpolitik und sehr viel mehr finanzielle Unterstützung für Familien".

Junge Generation sind Zukunft

Der Minister informierte die Landesrätin darüber, dass ein Einheitstext zu allen familienpolischen Maßnahmen ausgearbeitet werde und bestätigte, dass die derzeitige Situation unüberschaubar und unkoordiniert sei. Laut Minister Costa sei es ein zentrales Anliegen, neben den Familien vor allem junge Paare zu unterstützen. In die Familie zu investieren bedeute in die Zukunft der jungen Generation zu investieren und damit auch in die wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität, war man sich bei dem Treffen einig.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Aufmerksam machte die Landesrätin auch auf die negativen Folgen für den Staat, wenn Frauen sich aufgrund mangelnder Unterstützung und fehlender Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach der Geburt eines Kindes gezwungen sehen, aus dem Erwerbsleben auszusteigen. "Alle familienpolitischen Maßnahmen müssen darauf abzielen, die Frauenerwerbstätigkeit zu fördern, die Geburtenrate zu steigern sowie eine gesunde Entwicklung der Kinder zu garantieren", sagte Landesrätin Deeg abschließend. 

stol/lpa

stol