Die Landesrätin äußert sich zu den ebenso sexistischen wie entwürdigenden Posts und räumt mit den Gerüchten rund um die vermeintlichen 'Gratis-Wohnungen für Ausländer' auf.<BR /><BR />Die Liste der entgleisten Kommentare ist lang und reicht von absolut unterirdischen sexistischen Angriffen bis zu Hinrichtungsforderungen à la „die kehret decht an die ...“. Ausgangspunkt dieser Hass-Posts ist der Plan, Flüchtlingsfamilien aus Bozen auf (fast) alle Südtiroler Gemeinden zu verteilen. Das soll nicht nur Bozen entlasten, das soll auch für eine bessere Integration der Familien sorgen. Die verkürzte und sinnentstellte Propaganda insbesondere „einer Südtiroler Rechtspartei macht daraus ‚Gratis-Wohnungen für Ausländer‘ und verbreitet so nicht nur Unwahrheiten, sondern Hetze, Hass und Neid“, so Pamer.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=476&href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Freel%2F1252639450271521%2F&show_text=true&width=267&t=0" width="267" height="591" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe></div> <BR /><BR />Denn von gratis, so die Landesrätin, könne gar nicht die Rede sein: „Die Familien beteiligen sich mit einem Tarif an den Wohn- und Integrationskosten und bezahlen auch die Nebenspesen der Wohnung.“ Nicht anders als Südtiroler Familien in prekären Situationen. Pamer stellt klar: „Es sitzt keine einheimische Familie auf der Straße, wer in einer Notlage ist, wird untergebracht.“ Also keine Vorzugsschiene für Ausländer. Pamer ist überzeugt: „Gute Integration ist eine strategische Zukunftsinvestition, jeder investierte Euro wirkt mehrfach: sozial, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Schlechte Integration erhöht Folgekosten, vor allem im Sozial- und Bildungsbereich.“ Und demnach handelt sie. Dass die politische Hetze gegen das Projekt „in unserer Neid-Gesellschaft derart verfängt“ und die Anfeindungen gegen sie als Politikerin und Frau derart massiv sind, „ist erschreckend“. <BR /><BR />Und sei in dieser Form gegen einen männlichen Kollegen kaum denkbar. Beirren lässt sich Pamer nicht: „Als Politikerin muss man auch bei schwierigen Themen Kante zeigen und sich trotz massiver Anfeindungen nicht einschüchtern lassen.“ Heute wird sich die Landesrätin bei der Postpolizei über die rechtlichen Möglichkeiten informieren.