<BR />Sein Favorit: Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta. Doch die Spatzen pfeifen einen anderen Namen vom Dach: Federico Giudiceandrea, von dem es heißt, er sei Kompatschers Favorit. <BR /><BR />„Ich führe die Gespräche in den nächsten Tagen innerhalb der Landesregierung und nirgends sonst“, gibt sich Kompatscher zugeknöpft. Und Bildungslandesrat Philipp Achammer winkt mit dem Zaunpfahl: „Ich habe keinen Zweifel, dass es in der Landesregierung eine Einigung geben wird, weil es einzig und allein darum geht, die besten Namen für den Uni-Rat zu nominieren.“ Von den acht Ratsmitgliedern entsendet die Landesregierung immerhin vier, darunter Präsident und Vize.<BR /><BR />Galateo jedoch beharrt auf seinem „Recht“: „Ich sage, dass ich den Italiener wählen sollte, nicht die SVP. Andernfalls ändern wir ein System. Dem könnte ich zustimmen, aber nur, wenn ich in diesem Fall auch deutsche Namen wählen kann. Die SVP kann nicht sowohl über die deutschen als auch über die italienischen Namen entscheiden, das scheint mir offensichtlich.“ <BR /><BR />Andererseits signalisiert Galateo durchaus seine Zustimmung für den 71-jährigen Brixner Unternehmer Giudiceandrea, der „ein objektiv anerkanntes internationales Profil“ habe. Doch ohne auf eine zentrale Position für Gullotta verzichten zu wollen. Doch dafür müsste man dann statt einem zwei Italiener in den Universitätsrat entsenden. <h3> Maßnahmen gegen „Brain Drain“ setzen</h3>Neben seinem „Stimmrecht“ führt Galateo aber auch noch inhaltliche Punkte an, die für eine direkte Verbindung von Universität und „seinem“ Hauptschulamtsleiter sprechen. Denn die Universität müsse ihren Teil dazu beitragen, den sogenannten „Brain Drain“ – aktuell 1.400 junge Leute pro Jahr – zu reduzieren. <BR /><BR />So müsse es u.a. für italienische Oberschüler anerkannte Sprachkurse an den Gymnasien geben, „damit unsere Absolventen keine Deutschprüfung ablegen müssen, um sich an der Unibz einzuschreiben“. Denn dies sei ein Grund, weswegen sich zahlreiche Maturanten für andere Universitäten entscheiden würden. „Und viele kehren dann nicht mehr zurück.“