Bei der SVP hat man die für heute geplante Parteiausschusssitzung, bei der die Namen der SVP-Landesräte definiert werden sollten, unterdessen abgesagt. <BR /><BR />Zur Erinnerung: Nach einem Zick-Zack-Kurs in Sachen Regierungsgröße war das bislang letzte Wort von Landeshauptmann Arno Kompatscher die Aufforderung an die „Italiener“ sich untereinander zu einigen. Da scheint sich aber nichts zu tun – und die Zeit wird knapp. Immerhin soll am Donnerstag im Landtag der Landeshauptmann gewählt werden. Da wächst nicht nur innerhalb der SVP die Ungeduld, auch in Rom will man Nägel mit Köpfen. Die römische Einmischung in die Regierungsbildung in Südtirol nimmt kein Ende – im Gegenteil. <BR /><BR />So soll Lega-Minister Roberto Calderoli am Wochenende persönlich bei Landeshauptmann Arno Kompatscher angerufen haben, um den Landesratssessel für seine Partei abzusichern. Selbst wenn Fixstarter Marco Galateo (Fratelli d'Italia) bereit wäre, auf Christian Bianchi (Lega) als Landesrat zugunsten von Gennaccaro um des lieben Friedens willen zu verzichten, würde man das in Rom kaum gutheißen. Gennaccaro seinerseits verweist darauf, dass der Ball beim Landeshauptmann liegt und war gestern darüber hinaus zu keinem weiteren Kommentar bereit.<BR /><BR />Indiskretionen zufolge soll er aber durchaus auf seinem Posten als Landesrat beharren. Nun könnte es an der SVP liegen, den Trostpreis für Gennaccaro hoch genug zu treiben, um ihn doch zum Verzicht zu bewegen. Dass der PD-Senator und väterliche Berater Gennaccaros, Pier Ferdinando Casini, beim Treffen mit seinem „Schützling“ am Freitag auch in diese Richtung argumentiert habe, bestreitet Gennaccaro. Casini habe ihm vielmehr gesagt, das Leben sei wichtiger als die Politik.