Bei ihrer Sitzung am Dienstag hat die Landesregierung mit dem Omnibus-Gesetz etwa 30 Änderungen an Landesgesetzen genehmigt. Nun fehlt noch das Grüne Licht des Landtags für den zweiten Teil, damit das Änderungspaket zum Gesetz wird.Eine bedeutende Änderung ist die Möglichkeit, die Förderung von Lehrverträgen weiter auszubauen. „Dazu können Sensibilisierungskampagnen zählen ebenso wie finanzielle Zuwendungen für ausbildende Unternehmen“, erläuterte der Landeshauptmann. „Vorerst werden wir aber schauen, was der Staat in diesem Zusammenhang unternimmt und dann entscheiden.“Die Landesregierung wird mit dem Omnibus-Gesetz außerdem dazu ermächtigt, an der Landesfachschule für Gesundheitsberufe ein Institut für die Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner einzurichten.Für Fachärzte mit befristeten Arbeitsverträgen wird die Vertragsdauer von 12 auf 36 Monate erhöht.Beide Maßnahmen sollen dem drohenden Ärztemangel begegnen. „Um der unzureichenden Zwei- oder gar Dreisprachigkeit mancher Fachärzte mit Werksvertrag zu begegnen, möchten wir verstärkt Sprachkurse anbieten“, sagt Kompatscher.In Puncto Mobilität kann das Land Südtirol das Modell des Car-sharings in Form von Zuschüssen oder Beteiligungen weiter fördern.Auch kann in Zukunft die Instandhaltung von Südtirols Wanderwegen besser gewährleistet werden. „Südtirols Wanderwege verlaufen zum Großteil über Privatgrund“, sagt Kompatscher. „Zu den betroffenen Akteuren zählen ebendiese Eigentümer und die Instandhalter – dazu zählen die Landesverwaltung, Tourismusorganisationen, Gemeinden und die alpinen Vereine wie AVS und CAI. „Mit ihnen allen wurden nach eingehenden Gesprächen Vereinbarungen getroffen, die unterzeichnet werden können, sobald der Landtag den Artikel genehmigt hat.“ So werden in Zukunft Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten besser geklärt.Im Bereich Forstwirtschaft soll eine Verwaltungsstrafe die Umwandlung eines Waldes ohne Ermächtigung in eine andere Nutzungsform ahnden. Erhöht wird zudem die Strafe für das rechtswidrige Schlägern von Bäumen.